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ALLTAG UND EKSTASE

Ein Sittenbild von Rebekka Kricheldorf

  • Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Regine Andratschke, Gerhard Mohr, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Regine Andratschke, Gerhard Mohr, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Lilly Gropper, Regine Andratschke, Gerhard Mohr, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Lilly Gropper, Regine Andratschke, Gerhard Mohr, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Bálint Tóth <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Bálint Tóth
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Bálint Tóth <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Bálint Tóth
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Bálint Tóth <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Bálint Tóth
    © Oliver Berg
  • Bálint Tóth, Gerhard Mohr, Regine Andratschke <br />© Oliver Berg
    Bálint Tóth, Gerhard Mohr, Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Bálint Tóth <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Bálint Tóth
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg

Ich war mein Leben lang nur ich, bis dieser Volldepp ankam und das Kondom zum Platzen brachte.

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der Stammesgesellschaft und wirbt als Ethnologe für Rituale möglichst exotischer Kulturen. Und dann kommt Günthers japanischer Liebhaber Takeshi zu Besuch, um deutsches Brauchtum und germanische Festkultur zu erleben. Bei Janne entfesselt er die Sehnsucht nach einem Rausch-Moment als Erholung von der permanenten Selbstbeschau - doch die kurze und schmerzhafte Reise in das Reich der Halluzinogene endet auch wieder nur im Diskurs am Küchentisch...

Rebekka Kricheldorf gelingt es wieder einmal mit der ihr eigenen boshaften Ironie, mit hinreißender Komik und brillantem Sprachwitz das treffende Bild unserer Selbstoptimierungsgesellschaft zu zeichnen. Vielleicht brauchen wir die Ekstase, um kurz vom pomadigen Bei-sich-Sein Abstand zu nehmen? ALLTAG & EKSTASE war zu den Mülheimer Theatertagen 2014 eingeladen.

ALLTAG UND EXSTASE von Rebekka Kricheldorf ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.

Aufführungsdauer ca. 100 Minuten, keine Pause

Info

Fanatische Sinnsucher sind in dieser Patchwork-Familie bis zur Erschöpfung am Werk. Jedes Gefühl muss analysiert und beredet werden: Janne, 40, ist so damit beschäftigt, nicht in Konvention und Konsumterror zu erstarren, dass die Selbstverwirklichung auf sich warten lässt. Seine Ex Katja wettert auf die Repräsentanten hegemonial-patriarchaler Männlichkeit, ihre gemeinsame Tochter verwahrlost unterdessen auf dem Sofa der Großmutter und wird immer fetter. Jannes Mutter Sigrun verwirklicht sich ganz ohne Männer in ihrem solarzellenbetriebenen Landhaus und kauft sich von ihren Familienpflichten frei. Ihr Ex-Mann Günther glaubt an die Rückkehr der Stammesgesellschaft und wirbt als Ethnologe für Rituale möglichst exotischer Kulturen. Und dann kommt Günthers japanischer Liebhaber Takeshi zu Besuch, um deutsches Brauchtum und germanische Festkultur zu erleben. Bei Janne entfesselt er die Sehnsucht nach einem Rausch-Moment als Erholung von der permanenten Selbstbeschau - doch die kurze und schmerzhafte Reise in das Reich der Halluzinogene endet auch wieder nur im Diskurs am Küchentisch...

Rebekka Kricheldorf gelingt es wieder einmal mit der ihr eigenen boshaften Ironie, mit hinreißender Komik und brillantem Sprachwitz das treffende Bild unserer Selbstoptimierungsgesellschaft zu zeichnen. Vielleicht brauchen wir die Ekstase, um kurz vom pomadigen Bei-sich-Sein Abstand zu nehmen? ALLTAG & EKSTASE war zu den Mülheimer Theatertagen 2014 eingeladen.

ALLTAG UND EXSTASE von Rebekka Kricheldorf ist auch als eBook erschienen. Über die Website www.textbuehne.eu können Sie das Theaterstück in diversen Online-Shops bestellen.

Aufführungsdauer ca. 100 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Robert Teufel

Bühne & Kostüme Sabine Mäder

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Jonas / Takeshi Bálint Tóth

Günther Gerhard Mohr

Sigrun / Gitta Regine Andratschke

Janne Ilja Harjes

Katja Lilly Gropper

Besetzung

Leitung

Inszenierung Robert Teufel

Bühne & Kostüme Sabine Mäder

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Jonas / Takeshi Bálint Tóth

Günther Gerhard Mohr

Sigrun / Gitta Regine Andratschke

Janne Ilja Harjes

Katja Lilly Gropper


Mit Lust zur Übertreibung gelingt Autorin Rebekka Kricheldorf eine witzige Satire auf unsere Akademiker-Gesellschaft, die an der schier grenzenlosen Menge möglicher Lebensentwürfe verzweifelt.

 Den gesamten Radiobeitrag hier anhören ...

Isabell Steinböck, WDR5, 23. Mai 2016

 

Das Stück [... enthält] zündende Dialoge, die von einem vortrefflich aufspielenden Ensemble punktgenau über die Rampe gebracht werden. Stärkste Figur: Jannes Vater Günther, ein gelangweilter Volkskundler im Batik-Anzug, der aussieht wie Gerd Baltus und dem Gerhard Mohr in gedrechselter Säuselsprache herrlich komische Facetten verleiht. Regine Andratschke ist die hysterische Mutter Sigrun, die sich später einfach von der Familie loskauft, Lilly Gropper verkörpert die nicht minder genervte Schwiegertochter Katja, die ihr Kopulationstempo analysiert und für alle Lebensaufgaben zunächst einen Kurs buchen möchte.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 23. Mai 2016

 

Alles scheint hier verpeilt. Es schneit, und zwei Bergsteiger beklagen sich über das fehlende Naturerlebnis. Eine schwarzglitzernde Wand ist hinter den frierenden Extremsportlern zu sehen, die für den Kick in den Himalaya gestiegen sind. »Adrenalin, Dopamin, Endorfin – wo seid ihr?« schreit Ex-Junkie Gitta. Die Bergwelt ist ihr zuwenig. Sie hatte ihre Lebensversicherung gekündigt, um den Trip zu bezahlen. Auch Jonas ist sauer auf die »Erlösungsindustrie«. Statt »Öffne und erfreue Dich« nur Kälte und Strapazen. Im Kleinen Haus des Theater Münster wird das beißend und sarkastisch als Endstation Sehnsucht gespielt.

Der erste Akt aus Rebekka Kricheldorfs Stück »Alltag & Ekstase« wirkt wie ein Prolog, der im heftigen Tonfall vorwegnimmt, dass der Rausch des Lebens ein schöner Scheiß sein muss. Das wird vom Regisseur Robert Teufel auch weiter wie ein kabarettistischer Abgesang inszeniert. Banales ist scharf artikuliert, Intimes wird auf Nützlichkeit reduziert, mit dem Ziel, Erkenntnis zu forcieren, zu unterhalten.

[...] Regisseur Teufel macht das Bühnenspiel fürs Premierenpublikum durchlässigt, indem seine Darsteller Kontakt aufnehmen, die Magie japanischer Götter transportieren und die Selbstsuche mit hysterischem Geschrei erledigen. Günther brüllt »raus, raus, raus«, und geht durch den Zuschauerraum ab.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 23. Mai 2016

 

Einhundert Minuten genüssliches Suhlen im Ich verordnet Rebekka Kricheldorf ihren Figuren in Alltag & Ekstase. Sie tut das sprachlich virtuos, mit gekonnt aufgereihten Begriffsketten und entlarvenden Enthüllungssalven. Ihre Personen werden zu Karikaturen der neuen Lust an Eigensezierung. [...]

Falsch machen kann ein Regieteam bei einem solchen Stück nichts. Und so schafft Regisseur Robert Teufel immer wieder hübsch anders gruppierte Gesprächssituationen und Sabine Mäder steckt die Figuren in durchaus charakterisierende Kostüme: Janne in schmuddelige Joggingklamotten, Katja in einen Kimono und Günther in angebatiktes Ethno-Outfit.

Die beste Szene gelingt den beiden bei Jannes Pilzrausch. Wie der plötzlich über die Bühne hüpft, sich auszieht und den schwarzen Quader (das einzige bühnenbildnerische Element) in seine Einzelteile zerlegt, ist großartig. Das liegt zum Großteil aber auch an Ilja Harjes. Wie der plötzlich aufdreht und den eher verhuschten Janne zum Derwisch macht – Chapeau!

Die Kollegen aus dem Ensemble sekundieren aber ebenfalls auf’s Beste: Lilly Gropper als von Selbstzweifeln geplagte Katja, Regine Andratschke als selbstgerechte Sigrun und Gerhard Mohr in der Rolle des Übervaters Günther. Scheinbar naiv und doch für alle anderen ein advocatus diaboli: Bálint Tóth als Takeshi. Das Premierenpublikum zeigt sich begeistert.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 23. Mai 2016

Presse

Mit Lust zur Übertreibung gelingt Autorin Rebekka Kricheldorf eine witzige Satire auf unsere Akademiker-Gesellschaft, die an der schier grenzenlosen Menge möglicher Lebensentwürfe verzweifelt.

 Den gesamten Radiobeitrag hier anhören ...

Isabell Steinböck, WDR5, 23. Mai 2016

 

Das Stück [... enthält] zündende Dialoge, die von einem vortrefflich aufspielenden Ensemble punktgenau über die Rampe gebracht werden. Stärkste Figur: Jannes Vater Günther, ein gelangweilter Volkskundler im Batik-Anzug, der aussieht wie Gerd Baltus und dem Gerhard Mohr in gedrechselter Säuselsprache herrlich komische Facetten verleiht. Regine Andratschke ist die hysterische Mutter Sigrun, die sich später einfach von der Familie loskauft, Lilly Gropper verkörpert die nicht minder genervte Schwiegertochter Katja, die ihr Kopulationstempo analysiert und für alle Lebensaufgaben zunächst einen Kurs buchen möchte.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 23. Mai 2016

 

Alles scheint hier verpeilt. Es schneit, und zwei Bergsteiger beklagen sich über das fehlende Naturerlebnis. Eine schwarzglitzernde Wand ist hinter den frierenden Extremsportlern zu sehen, die für den Kick in den Himalaya gestiegen sind. »Adrenalin, Dopamin, Endorfin – wo seid ihr?« schreit Ex-Junkie Gitta. Die Bergwelt ist ihr zuwenig. Sie hatte ihre Lebensversicherung gekündigt, um den Trip zu bezahlen. Auch Jonas ist sauer auf die »Erlösungsindustrie«. Statt »Öffne und erfreue Dich« nur Kälte und Strapazen. Im Kleinen Haus des Theater Münster wird das beißend und sarkastisch als Endstation Sehnsucht gespielt.

Der erste Akt aus Rebekka Kricheldorfs Stück »Alltag & Ekstase« wirkt wie ein Prolog, der im heftigen Tonfall vorwegnimmt, dass der Rausch des Lebens ein schöner Scheiß sein muss. Das wird vom Regisseur Robert Teufel auch weiter wie ein kabarettistischer Abgesang inszeniert. Banales ist scharf artikuliert, Intimes wird auf Nützlichkeit reduziert, mit dem Ziel, Erkenntnis zu forcieren, zu unterhalten.

[...] Regisseur Teufel macht das Bühnenspiel fürs Premierenpublikum durchlässigt, indem seine Darsteller Kontakt aufnehmen, die Magie japanischer Götter transportieren und die Selbstsuche mit hysterischem Geschrei erledigen. Günther brüllt »raus, raus, raus«, und geht durch den Zuschauerraum ab.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 23. Mai 2016

 

Einhundert Minuten genüssliches Suhlen im Ich verordnet Rebekka Kricheldorf ihren Figuren in Alltag & Ekstase. Sie tut das sprachlich virtuos, mit gekonnt aufgereihten Begriffsketten und entlarvenden Enthüllungssalven. Ihre Personen werden zu Karikaturen der neuen Lust an Eigensezierung. [...]

Falsch machen kann ein Regieteam bei einem solchen Stück nichts. Und so schafft Regisseur Robert Teufel immer wieder hübsch anders gruppierte Gesprächssituationen und Sabine Mäder steckt die Figuren in durchaus charakterisierende Kostüme: Janne in schmuddelige Joggingklamotten, Katja in einen Kimono und Günther in angebatiktes Ethno-Outfit.

Die beste Szene gelingt den beiden bei Jannes Pilzrausch. Wie der plötzlich über die Bühne hüpft, sich auszieht und den schwarzen Quader (das einzige bühnenbildnerische Element) in seine Einzelteile zerlegt, ist großartig. Das liegt zum Großteil aber auch an Ilja Harjes. Wie der plötzlich aufdreht und den eher verhuschten Janne zum Derwisch macht – Chapeau!

Die Kollegen aus dem Ensemble sekundieren aber ebenfalls auf’s Beste: Lilly Gropper als von Selbstzweifeln geplagte Katja, Regine Andratschke als selbstgerechte Sigrun und Gerhard Mohr in der Rolle des Übervaters Günther. Scheinbar naiv und doch für alle anderen ein advocatus diaboli: Bálint Tóth als Takeshi. Das Premierenpublikum zeigt sich begeistert.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 23. Mai 2016


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