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89/90

Schauspiel nach dem Roman von Peter Richter

  • Sandra Schreiber, Frank-Peter Dettmann, Lea Ostrovskiy, Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Louis Nitsche, Yana Robin la Baume, Paul Maximilian Schulze — ©  Oliver Berg
    Sandra Schreiber, Frank-Peter Dettmann, Lea Ostrovskiy, Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Louis Nitsche, Yana Robin la Baume, Paul Maximilian Schulze
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Louis Nitsche, Yana Robin la Baume, Paul Maximilian Schulze, Sandra Bezler, Lea Ostrovskiy, Christian Bo Salle, Sandra Schreiber — ©  Oliver Berg
    Louis Nitsche, Yana Robin la Baume, Paul Maximilian Schulze, Sandra Bezler, Lea Ostrovskiy, Christian Bo Salle, Sandra Schreiber
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Yana Robin la Baume, Ensemble — ©  Oliver Berg
    Yana Robin la Baume, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ensemble — ©  Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Paul Maximilian Schulze, Ensemble — ©  Oliver Berg
    Paul Maximilian Schulze, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Louis Nitsche, Sandra Schreiber, Sandra Bezler, Lea Ostrovskiy, Yana Robin la Baume — ©  Oliver Berg
    Louis Nitsche, Sandra Schreiber, Sandra Bezler, Lea Ostrovskiy, Yana Robin la Baume
    © Oliver Berg
  • Frank-Peter Dettmann, Sandra Schreiber, Paul Maximilian Schulze — ©  Oliver Berg
    Frank-Peter Dettmann, Sandra Schreiber, Paul Maximilian Schulze
    © Oliver Berg
  • Louis Nitsche, Paul Maximilian Schulze, Sandra Bezler, Sandra Schreiber, Lea Ostrovskiy — ©  Oliver Berg
    Louis Nitsche, Paul Maximilian Schulze, Sandra Bezler, Sandra Schreiber, Lea Ostrovskiy
    © Oliver Berg
  • Lea Ostrovskiy, Sandra Bezler, Yana Robin la Baume, Louis Nitsche — ©  Oliver Berg
    Lea Ostrovskiy, Sandra Bezler, Yana Robin la Baume, Louis Nitsche
    © Oliver Berg

»Wir waren die Linken, weil die die Rechten waren.«

Do, 30. Januar 2020
19.30 · Kleines Haus
Schauspielabo Kleines Haus

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Peter Richters autobiografischer Roman ist ein einzigarti­ges Stimmungsbild der sogenannten Wendezeit 89/90, der letzten Monate der DDR und der chaotischen Zeit danach.
Für eine Generation 16-­Jähriger brachen die Sommerferien an und eine unbeschwerte Zeit begann: Nächte im Freibad mit der Clique, Rauchen, Musik und das Träumen von der Zukunft, von der zwar niemand wusste, wie sie aussah, aber eins war sicher: sie würde mehr Abenteuer bergen als alles, was man kannte. Bis eben hatte diese Generation nach den Normen der DDR funktionieren müssen und nun sah sie sich plötzlich mit der Freiheit konfrontiert. »Freiheit« – das bedeutete doch fehlende soziale Sicherheit, keine kostenlose Bildung und Arbeitslosigkeit – so wurde es zumindest im Staatsbürgerkundeunterricht gelehrt. Doch die Leichtigkeit verschwand ebenso schnell wie Freunde, die in »den Westen« gingen. Andere, die blieben, wurden politische Aktivisten und lieferten sich Straßenschlachten: links gegen rechts. Rasend schnell entstanden gegensätzliche Lager zwischen jungen Menschen, die eigentlich nur die Sommerferien miteinander verbringen wollten. Aber wie sollte man sich auch in einer Welt zurechtfinden, von der man einfach überrollt wurde?
Die Auseinandersetzung mit dieser jüngsten Umbruchszeit in Deutschland führt auch zu der Frage nach den Ursachen aktueller und immer wiederkehrender rechter Tendenzen in unserer Demokratie.

Aufführungsdauer ca. 140 Minuten, keine Pause

Info

Peter Richters autobiografischer Roman ist ein einzigarti­ges Stimmungsbild der sogenannten Wendezeit 89/90, der letzten Monate der DDR und der chaotischen Zeit danach.
Für eine Generation 16-­Jähriger brachen die Sommerferien an und eine unbeschwerte Zeit begann: Nächte im Freibad mit der Clique, Rauchen, Musik und das Träumen von der Zukunft, von der zwar niemand wusste, wie sie aussah, aber eins war sicher: sie würde mehr Abenteuer bergen als alles, was man kannte. Bis eben hatte diese Generation nach den Normen der DDR funktionieren müssen und nun sah sie sich plötzlich mit der Freiheit konfrontiert. »Freiheit« – das bedeutete doch fehlende soziale Sicherheit, keine kostenlose Bildung und Arbeitslosigkeit – so wurde es zumindest im Staatsbürgerkundeunterricht gelehrt. Doch die Leichtigkeit verschwand ebenso schnell wie Freunde, die in »den Westen« gingen. Andere, die blieben, wurden politische Aktivisten und lieferten sich Straßenschlachten: links gegen rechts. Rasend schnell entstanden gegensätzliche Lager zwischen jungen Menschen, die eigentlich nur die Sommerferien miteinander verbringen wollten. Aber wie sollte man sich auch in einer Welt zurechtfinden, von der man einfach überrollt wurde?
Die Auseinandersetzung mit dieser jüngsten Umbruchszeit in Deutschland führt auch zu der Frage nach den Ursachen aktueller und immer wiederkehrender rechter Tendenzen in unserer Demokratie.

Aufführungsdauer ca. 140 Minuten, keine Pause

Regisseurin Julia Prechsl, die das Stück nach dem Roman von Peter Richter fürs Theater einrichtete, lässt das überwiegend junge Schauspielensemble des Theater Münster lebhaft erzählen. Unaufhaltsam, im Chor, im Wechselspiel, und in einer diesem lebhaften Treiben famos angepassten Kulissen von Friederike Meisel. […]
89/90, dieses feine Stück, sollte Pflichtprogramm für Schulen werden.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 13. Januar 2020

 

[Julia Prechsl] konzentriert sich nicht auf wenige Charaktere und deren Werdegang. Vielmehr erschafft sie ein panorama-artiges, detailreiches Stimmungsbild davon, wie das Ende der DDR und die anschließende Entwicklung die Existenz von Jugendlichen in Dresden prägte.
Dementsprechend spielen die acht Ensemble-Mitglieder […] nicht einzelne Rollen, sondern erzählen als vielstimmiger Chor, der das Geschilderte dabei szenisch darstellt. […]
Das wesentliche Verdienst der eindringlichen Inszenierung und ihrer quirligen, häufig in die Sitzreihen des Publikums hineinlaufenden Akteure ist, dass es gelingt, ein Verständnis für diejenigen zu erzeugen, die sich selbst und die sie überfordernden Umstände nicht recht begreifen konnten. Heftiger Applaus für das engagierte Ensemble, das sinnlich veranschaulicht, wie wirksam und damit aktuell diese dynamische Phase der deutschen Geschichte bis heute ist.

Alexander Reuter, Die Glocke, 13. Januar 2020

Presse

Regisseurin Julia Prechsl, die das Stück nach dem Roman von Peter Richter fürs Theater einrichtete, lässt das überwiegend junge Schauspielensemble des Theater Münster lebhaft erzählen. Unaufhaltsam, im Chor, im Wechselspiel, und in einer diesem lebhaften Treiben famos angepassten Kulissen von Friederike Meisel. […]
89/90, dieses feine Stück, sollte Pflichtprogramm für Schulen werden.

Johannes Loy, Westfälische Nachrichten, 13. Januar 2020

 

[Julia Prechsl] konzentriert sich nicht auf wenige Charaktere und deren Werdegang. Vielmehr erschafft sie ein panorama-artiges, detailreiches Stimmungsbild davon, wie das Ende der DDR und die anschließende Entwicklung die Existenz von Jugendlichen in Dresden prägte.
Dementsprechend spielen die acht Ensemble-Mitglieder […] nicht einzelne Rollen, sondern erzählen als vielstimmiger Chor, der das Geschilderte dabei szenisch darstellt. […]
Das wesentliche Verdienst der eindringlichen Inszenierung und ihrer quirligen, häufig in die Sitzreihen des Publikums hineinlaufenden Akteure ist, dass es gelingt, ein Verständnis für diejenigen zu erzeugen, die sich selbst und die sie überfordernden Umstände nicht recht begreifen konnten. Heftiger Applaus für das engagierte Ensemble, das sinnlich veranschaulicht, wie wirksam und damit aktuell diese dynamische Phase der deutschen Geschichte bis heute ist.

Alexander Reuter, Die Glocke, 13. Januar 2020


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Do, 30. Januar 2020
19.30 Uhr · Kleines Haus
Schauspielabo Kleines Haus

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

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