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89/90

Schauspiel nach dem Roman von Peter Richter

»Wir waren die Linken, weil die die Rechten waren.«

Mi, 15. Januar 2020
19.30 · Kleines Haus
Mittwochabo Kleines Haus


Peter Richters autobiografischer Roman ist ein einzigarti­ges Stimmungsbild der sogenannten Wendezeit 89/90, der letzten Monate der DDR und der chaotischen Zeit danach.

Für eine Generation 16-­Jähriger brachen die Sommerferien an und eine unbeschwerte Zeit begann: Nächte im Freibad mit der Clique, Rauchen, Musik und das Träumen von der Zukunft, von der zwar niemand wusste, wie sie aussah, aber eins war sicher: sie würde mehr Abenteuer bergen als alles, was man kannte. Bis eben hatte diese Generation nach den Normen der DDR funktionieren müssen und nun sah sie sich plötzlich mit der Freiheit konfrontiert. »Freiheit« – das bedeutete doch fehlende soziale Sicherheit, keine kostenlose Bildung und Arbeitslosigkeit – so wurde es zumindest im Staatsbürgerkundeunterricht gelehrt. Doch die Leichtigkeit verschwand ebenso schnell wie Freunde, die in »den Westen« gingen. Andere, die blieben, wurden politische Aktivisten und lieferten sich Straßenschlachten: links gegen rechts. Rasend schnell entstanden gegensätzliche Lager zwischen jungen Menschen, die eigentlich nur die Sommerferien miteinander verbringen wollten. Aber wie sollte man sich auch in einer Welt zurechtfinden, von der man einfach überrollt wurde?

Die Auseinandersetzung mit dieser jüngsten Umbruchszeit in Deutschland führt auch zu der Frage nach den Ursachen aktueller und immer wiederkehrender rechter Tendenzen in unserer Demokratie.

Info

Peter Richters autobiografischer Roman ist ein einzigarti­ges Stimmungsbild der sogenannten Wendezeit 89/90, der letzten Monate der DDR und der chaotischen Zeit danach.

Für eine Generation 16-­Jähriger brachen die Sommerferien an und eine unbeschwerte Zeit begann: Nächte im Freibad mit der Clique, Rauchen, Musik und das Träumen von der Zukunft, von der zwar niemand wusste, wie sie aussah, aber eins war sicher: sie würde mehr Abenteuer bergen als alles, was man kannte. Bis eben hatte diese Generation nach den Normen der DDR funktionieren müssen und nun sah sie sich plötzlich mit der Freiheit konfrontiert. »Freiheit« – das bedeutete doch fehlende soziale Sicherheit, keine kostenlose Bildung und Arbeitslosigkeit – so wurde es zumindest im Staatsbürgerkundeunterricht gelehrt. Doch die Leichtigkeit verschwand ebenso schnell wie Freunde, die in »den Westen« gingen. Andere, die blieben, wurden politische Aktivisten und lieferten sich Straßenschlachten: links gegen rechts. Rasend schnell entstanden gegensätzliche Lager zwischen jungen Menschen, die eigentlich nur die Sommerferien miteinander verbringen wollten. Aber wie sollte man sich auch in einer Welt zurechtfinden, von der man einfach überrollt wurde?

Die Auseinandersetzung mit dieser jüngsten Umbruchszeit in Deutschland führt auch zu der Frage nach den Ursachen aktueller und immer wiederkehrender rechter Tendenzen in unserer Demokratie.

Leitung

Inszenierung Julia Prechsl

Dramaturgie Barbara Bily

Besetzung

Leitung

Inszenierung Julia Prechsl

Dramaturgie Barbara Bily


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