Konzert

1. Sinfoniekonzert

Werke von George Antheil, Peter Eötvös und Florence Price

Mit George Antheil setzt ein Komponist den Startpunkt der neuen Konzertsaison, dessen Musik im Paris der 1920er-Jahre als Garant für energiegeladene Aufführungen ebenso berühmt wie berüchtigt war: perkussiv, gerne ein wenig schräg und garantiert jenseits jeder Schublade.

Gleiches gilt auch für den ungarischen Komponisten Peter Eötvös, in dessen Schlagzeug-Konzert Speaking Drums rhythmisierte Sprache allmählich auf ein reiches Trommel-Instrumentarium übertragen wird. Als Solist ist der Multipercussionist Christoph Sietzen zu erleben, dessen virtuoses Spiel für die perfekte Balance aus technischem Können, spontan-kreativer Inspiration und intensiver Detailgestaltung gerühmt wird.

Florence Price ging unerwartete Wege, schon allein da sie als erste afroamerikanische Frau überhaupt in den USA mit klassischen Kompositionen Erfolge feierte. Dabei bildete sie eine typisch amerikanische und dennoch ganz und gar eigenartige Tonsprache zwischen Dvorák und afro-amerikanischen Spirituals aus. Musik, die auf dem Grat zwischen tiefer Melancholie und überschäumender
Lebensfreude balanciert.

Programm

George Antheil (1900–1959)
A Jazz Symphony (1925)

Peter Eötvös (*1944)
Konzert für Schlagzeug und Orchester Speaking Drums (2012)

Florence Price (1887–1953)
Sinfonie Nr. 1 e-Moll (1932)