Martin Miotk

© Jan Rasmus Voss

Martin Miotk ist international als Bühnen- und Kostümbildner tätig. Seine Ausbildung beginnt an der Hamburgischen Staatsoper, wo er als Theatermaler und Plastiker arbeitet. Anschließend studiert er Freie Malerei und Fotografie bei Dirk van der Meulen sowie Bühnen- und Kostümbild bei Hartmut Meyer an der Universität der Künste Berlin, wo er sein Studium mit Auszeichnung abschließt. Ein Stipendium des Goethe Institutes führt ihn 6 Monate nach New York City.

Als Artist in Residence arbeitet er an der renommierten School of Visual Arts sowie an der Metropolitan Opera in New York. In seinen Arbeiten verbindet er barocke Opulenz mit zeitgenössischer Pop- und Subkultur. Während dieser Zeit entwirft er Bühnenbilder für Off-Broadway-Theater und entwickelt eine visuelle Sprache, die zwischen Hochkultur und underground-Ikonografie changiert.

Auch die Neue-Musik-Szene prägt sein Schaffen maßgeblich. Hier erweitert er die Ästhetik des „Camp“ und nutzt sie als zentrales theatrales Stilmittel. Seine Arbeiten zeichnen sich durch übersteigerte Formen, humorvolle Brechungen und eine bewusste Überschreibung tradierter Bühnenästhetiken aus. Gleichzeitig vertieft er seine Tätigkeit als Bühnenbildner, Kostümdesigner und Regisseur für interdisziplinäre Produktionen, die Film, Theater und digitale Medien miteinander verbinden.

Das musiktheatrale Videospiel-Essay Opera – A Future Game (Regie: Michael von zur Mühlen, Ausstattung: Martin Miotk) wird 2023 mit dem renommierten Theaterpreis „Der Faust“ in der Kategorie Ton und Medien ausgezeichnet. 2025 wird Miotk in der Kategorie Kostümbild für Proteus 2481 von Thomas Köck an den Münchner Kammerspielen für den FAUST-Preis nominiert.