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5 Fragen an...Rose Lohmann

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Rose Lohmann, geboren 1991 in Hannover, hospitierte und assistierte während und nach ihrer Schulzeit bei den Gandersheimer Domfestspielen, bevor sie nach Berlin zog und dort bei P14 an der Volksbühne mit Bonn Park und Silvia Rieger arbeitete.
2013 begann sie ihr Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Bochum, wo sie unter anderem im Bochumer Schauspielhaus mit Thomas Ladwig arbeitete. Für ihr Abschlussstück Paradies Keller, gemeinsam mit Mirjam Kuchinke, wurde sie für den Folkwang-Preis nominiert.
In der Spielzeit 2018/19 war sie im Ensemble des Jungen Theaters und spielte in verschiedenen Kinderstücken sowie in GESPRÄCHE MIT ASTRONAUTEN.
Seit dieser Spielzeit gehört sie zum Ensemble des Schauspiels Münster, wo sie zuerst als Maria Braun in der BRD-TRILOGIE zu sehen sein wird.

Wann standst du zum ersten Mal auf der Bühne?

Also das erste Mal auf der Bühne muss ich in der ersten Klasse gewesen sein. Blockflöten-Vorspiel oder Ballett, beides kein sehr großer Erfolg. Daran kann ich mich zumindest noch als sehr frühen Aufführungsmoment erinnern. Später kamen dann Chor, Schulband und Theater-AG dazu, während der Schulzeit stand ich gefühlt ständig auf irgendeiner Bühne.

Mein erster Eindruck von Münster ist…

Ich bin jetzt ja schon seit etwas über einem Jahr in Münster, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie ich nach meinem Vorsprechen im Sonnenschein über den Prinzipalmarkt lief und beeindruckt davon war, wie sauber und hübsch Münster ist. Ich habe vorher fünf Jahre im Ruhrpott, in Bochum, gewohnt und da könnte der Kontrast kaum größer sein, obwohl nur eine knappe Stunde Autofahrt entfernt. Münster ist für mich: frische Blumen vom Markt, Weißwein in der Sonne, Fahrrad fahren und von Fahrrädern angefahren werden, im Kanal schwimmen, gut angezogene Menschen sehen, Kirchenglocken, Entschleunigung und irgendwie heiratet hier gefühlt jeden Tag jemand.

Neben dem Theater gilt meine Leidenschaft…

Gar nicht leicht zu beantworten. Ich lese sehr viel und vielleicht auch leidenschaftlich. Ich mache gerne Musik und schreibe. Und ich kann wohl an keinem Tier vorbei gehen, ohne den Versuch, es zu streicheln.

Diese Rolle würde ich gerne einmal verkörpern…

Auch schwer zu beantworten. Mich können die verschiedensten Rollen reizen. Je komplexer und widersprüchlicher, desto größer natürlich erstmal mein Interesse. Grundsätzlich bin ich aber vor allem daran interessiert, mit spannenden Menschen zusammen zu arbeiten, mit denen ich eine gemeinsame künstlerische Sprache spreche, und nach neuen Formen und Übersetzungen zu suchen, um gemeinsam Geschichten zu erzählen und Themen und Fragen auf die Bühne zu bringen, die ich für relevant halte.

Wenn ich nicht ans Theater gegangen wäre…

Oh, ich hatte eine Phase während des Abiturs, in der ich ein sehr romantisches Bild von mir im Philosophiestudium hatte, mit anschließender Universitätslaufbahn. Ich hatte eine großartige Philosophielehrerin, die mich gefördert hat, und zu viele amerikanische Collegefilme gesehen. Wenn ich jetzt ein zweites Leben parallel leben könnte, wäre ich am liebsten Autorin. Daran würde mich die Freiheit reizen, arbeiten zu können, wo ich möchte und mich kompromissloser mit mir und den eigenen Themen auseinandersetzen zu können, weil ich nicht von einer Institution, wie dem Theater, abhängig wäre. Aber auch das ist sicher ein völlig verklärtes Bild. Oder ich hätte einfach eine Pony-/Hunde-/Katzenzucht in Südfrankreich.

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