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PLAN D

Ein Live-Hörspiel nach dem Roman von Simon Urban

Koproduktion mit dem Schauspiel Münster
Für alle ab 16 Jahren / 10. Klasse
Uraufführung
  • Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Jonas Nondorf, Linn Sanders <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Jonas Nondorf, Linn Sanders
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Benedikt Thönes, Andrea Spicher, Linn Sanders, Dominik Paul Weber <br />© Oliver Berg
    Benedikt Thönes, Andrea Spicher, Linn Sanders, Dominik Paul Weber
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Benedikt Thönes <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Benedikt Thönes
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Dominik Paul Weber <br />© Oliver Berg
    Dominik Paul Weber
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Linn Sanders,  Jonas Nondorf <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Linn Sanders, Jonas Nondorf
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Linn Sanders, Jonas Nondorf <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Benedikt Thönes, Dominik Paul Weber, Linn Sanders, Jonas Nondorf
    © Oliver Berg

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben, Egon Krenz ist seit 22 Jahren an der Macht und die DDR nahezu pleite. Die Hauptstadt: ein maroder Moloch, verpestet und verdreckt von Millionen Ölmotoren des Trabant-Nachfolgers Phobos. Die letzte Chance für den Sozialismus: Wirtschaftsverhandlungen mit der BRD und ihrem Bundeskanzler Oskar Lafontaine. Doch dann wird ein ehemaliger Berater von Krenz ermordet aufgefunden. Und alles weist darauf hin, dass die Täter aus den Reihen der Stasi kommen. Als auch noch der SPIEGEL über diesen Fall berichtet, ist klar: Wird die Unschuld der Stasi nicht bewiesen, ist die DDR  endgültig erledigt. Im grauen, zerfallenden Ostberlin suchen Martin Wegener von der Volkspolizei und sein westdeutscher Kollege Richard Brendel nach den Mördern und finden heraus, warum die Entwicklung der DDR so katastrophal verlaufen musste.

Mit Witz und beißender Ironie erzählt Simon Urban eine packende Geschichte über politischen und menschlichen Verrat, über die vergebliche Suche nach Wahrheit und Liebe. PLAN D ist ein deutsch-deutscher Thriller, der von den großen Irrtümern des zwanzigsten Jahrhunderts handelt. Und von ihrem Weiterleben heute.

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Info

Ostberlin 2011: Die Wiedervereinigung hat es nie gegeben, Egon Krenz ist seit 22 Jahren an der Macht und die DDR nahezu pleite. Die Hauptstadt: ein maroder Moloch, verpestet und verdreckt von Millionen Ölmotoren des Trabant-Nachfolgers Phobos. Die letzte Chance für den Sozialismus: Wirtschaftsverhandlungen mit der BRD und ihrem Bundeskanzler Oskar Lafontaine. Doch dann wird ein ehemaliger Berater von Krenz ermordet aufgefunden. Und alles weist darauf hin, dass die Täter aus den Reihen der Stasi kommen. Als auch noch der SPIEGEL über diesen Fall berichtet, ist klar: Wird die Unschuld der Stasi nicht bewiesen, ist die DDR  endgültig erledigt. Im grauen, zerfallenden Ostberlin suchen Martin Wegener von der Volkspolizei und sein westdeutscher Kollege Richard Brendel nach den Mördern und finden heraus, warum die Entwicklung der DDR so katastrophal verlaufen musste.

Mit Witz und beißender Ironie erzählt Simon Urban eine packende Geschichte über politischen und menschlichen Verrat, über die vergebliche Suche nach Wahrheit und Liebe. PLAN D ist ein deutsch-deutscher Thriller, der von den großen Irrtümern des zwanzigsten Jahrhunderts handelt. Und von ihrem Weiterleben heute.

Aufführungsdauer ca. 150 Minuten, eine Pause

Leitung

Inszenierung & Bühne Sebastian Bauer

Kostüme Réka Baranyi

Musik Jonas Nondorf

Dramaturgie Julia Dina Heße


Besetzung

Dominik Paul Weber

Linn Sanders

Andrea Spicher

Benedikt Thönes

Besetzung

Leitung

Inszenierung & Bühne Sebastian Bauer

Kostüme Réka Baranyi

Musik Jonas Nondorf

Dramaturgie Julia Dina Heße


Besetzung

Dominik Paul Weber

Linn Sanders

Andrea Spicher

Benedikt Thönes


In Simon Urbans im Jahr 2011 erschienenem Roman »Plan D« hat es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben. Stattdessen wurde die DDR wiederbelebt – mit Egon Krenz an der Spitze und russischen Gas-Pipelines, die für westliche Devisen sorgen sollen. So weit, so gut. Doch dann gibt es einen Mord, und das ganze schöne Projekt droht zu scheitern.

Regisseur Sebastian Bauer hat aus dem 550-Seiten-Roman ein zweieinhalbstündiges Live-Hörspiel für Zuschauer ab 16 Jahren destilliert, das am Samstag im U2 des Theaters Münster Premiere feierte.

Live bedeutet, dass man die Darsteller beim Einsprechen der Texte und beim Erzeugen der Geräusche beobachten kann. Das hat einen ganz eigenen Reiz, weil sich die Aufführung im Grenzbereich zwischen Hörspiel und Schauspiel bewegt und der Blick in die Werkstatt die Illusion gleichzeitig aufbricht und schürt. Denn natürlich ist hier auch der Arbeitsprozess inszeniert.

Was das Publikum geboten bekommt, ist ein spannender Polit- und Agententhriller mit originellen Anspielungen auf den real existierenden Sozialismus. Margot Honecker singt im Altersheim Biermann-Lieder, und die Stasi, die man eigentlich »zurückorganisiert« hatte, mischt schon wieder überall mit.

Der Kommissar führt am FKK-Strand Verhöre durch und hat einmal sogar Sex mit seiner Ex, die mittlerweile als »Gas-Nutte« beim Pipeline-Projekt Karriere macht. Textnachrichten werden von Mobiltelefonen namens Minsk versendet und heißen TNT statt SMS. Und natürlich gibt es auch einen Plan, die Regierung zu stürzen, bei dem Gregor Gysi und Oskar Lafontaine keine geringe Rolle spielen.

Dieses Geflecht aus Handlungssträngen, Pointen und Anspielungen setzen Linn Sanders, Andrea Spicher, Benedikt Thönes und Dominik Paul Weber mit ihren Stimmen und einer Vielzahl selbst erzeugter Geräusche um. Unterstützt werden sie dabei von Jonas Nondorf, der mit diversen Musikinstrumenten für die passende Stimmung sorgt. Gießkannen pinkeln ins Gras, platzende Luftballons deuten explodierende Bomben an. Sonor brummt der Synthesizer das Motorengeräusch eines S-Klassen-Mercedes in den Raum, während die Schauspieler aus imaginären Zigaretten imaginären Rauch ins Mikrofon pusten.

Eine hörens- und durchaus auch sehenswerte Vorstellung.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 29. Mai 2017

Presse

In Simon Urbans im Jahr 2011 erschienenem Roman »Plan D« hat es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben. Stattdessen wurde die DDR wiederbelebt – mit Egon Krenz an der Spitze und russischen Gas-Pipelines, die für westliche Devisen sorgen sollen. So weit, so gut. Doch dann gibt es einen Mord, und das ganze schöne Projekt droht zu scheitern.

Regisseur Sebastian Bauer hat aus dem 550-Seiten-Roman ein zweieinhalbstündiges Live-Hörspiel für Zuschauer ab 16 Jahren destilliert, das am Samstag im U2 des Theaters Münster Premiere feierte.

Live bedeutet, dass man die Darsteller beim Einsprechen der Texte und beim Erzeugen der Geräusche beobachten kann. Das hat einen ganz eigenen Reiz, weil sich die Aufführung im Grenzbereich zwischen Hörspiel und Schauspiel bewegt und der Blick in die Werkstatt die Illusion gleichzeitig aufbricht und schürt. Denn natürlich ist hier auch der Arbeitsprozess inszeniert.

Was das Publikum geboten bekommt, ist ein spannender Polit- und Agententhriller mit originellen Anspielungen auf den real existierenden Sozialismus. Margot Honecker singt im Altersheim Biermann-Lieder, und die Stasi, die man eigentlich »zurückorganisiert« hatte, mischt schon wieder überall mit.

Der Kommissar führt am FKK-Strand Verhöre durch und hat einmal sogar Sex mit seiner Ex, die mittlerweile als »Gas-Nutte« beim Pipeline-Projekt Karriere macht. Textnachrichten werden von Mobiltelefonen namens Minsk versendet und heißen TNT statt SMS. Und natürlich gibt es auch einen Plan, die Regierung zu stürzen, bei dem Gregor Gysi und Oskar Lafontaine keine geringe Rolle spielen.

Dieses Geflecht aus Handlungssträngen, Pointen und Anspielungen setzen Linn Sanders, Andrea Spicher, Benedikt Thönes und Dominik Paul Weber mit ihren Stimmen und einer Vielzahl selbst erzeugter Geräusche um. Unterstützt werden sie dabei von Jonas Nondorf, der mit diversen Musikinstrumenten für die passende Stimmung sorgt. Gießkannen pinkeln ins Gras, platzende Luftballons deuten explodierende Bomben an. Sonor brummt der Synthesizer das Motorengeräusch eines S-Klassen-Mercedes in den Raum, während die Schauspieler aus imaginären Zigaretten imaginären Rauch ins Mikrofon pusten.

Eine hörens- und durchaus auch sehenswerte Vorstellung.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 29. Mai 2017

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