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HEILE WELT MÜNSTER

Eine Stadt-Performance: Von Wiederkäufern, Wiedertäufern und anderen Utopisten

Uraufführung
  • Claudia Hübschmann, Ilja Harjes, Florian Steffens, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Ilja Harjes, Florian Steffens, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Maike Jüttendonk, Claudia Hübschmann, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Maike Jüttendonk, Claudia Hübschmann, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Florian Steffens, Lilly Gropper, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Florian Steffens, Lilly Gropper, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Florian Steffens <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Florian Steffens
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Florian Steffens, Lilly Gropper, Steven Kirschbaum <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Florian Steffens, Lilly Gropper, Steven Kirschbaum
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Florian Steffens, Lilly Gropper, Steven Kirschbaum, Maike Jüttendonk <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Florian Steffens, Lilly Gropper, Steven Kirschbaum, Maike Jüttendonk
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  •  <br />© Oliver Berg

    © Oliver Berg
  • Lilly Gropper, Florian Steffens <br />© Oliver Berg
    Lilly Gropper, Florian Steffens
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Florian Steffens, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Claudia Hübschmann, Maike Jüttendonk, Florian Steffens, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Steven Kirschbaum, Florian Steffens, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper <br />© Oliver Berg
    Steven Kirschbaum, Florian Steffens, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper
    © Oliver Berg
  • Florian Steffens, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Florian Steffens, Claudia Hübschmann, Lilly Gropper, Ilja Harjes
    © Oliver Berg

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Dass Münster die wohl lebenswerteste Stadt der Welt sei, befand nicht erst die Jury des LivCom Award, sondern schon Jan van Leyden, der berüchtigte Wiedertäufer Prophet und Apokalyptiker: »Eine schöne, reiche Stadt ist dieses Münster, die schönste, die ich je gesehen habe. Sie wird als einzige vom Endgericht verschont bleiben.« Nichts Geringeres als das Neue Jerusalem wollten die Gesellschaftsvisionäre von 1534 in Münster errichten, eine »heile Welt« der Auserwählten. Das dystopische Ende ihrer Heilserwartungen lässt sich am Kirchturm von St. Lamberti ablesen.

Wir wagen ein wildes Gedankenexperiment: Was passiert, wenn die Wiedertäufer beinah 500 Jahre später als Zeitreisende bzw. »Wiedergänger« im »post-apokalyptischen« Münster der Gegenwart stranden? Und zwar mitten im »Business Improvement Distrikt« von Prinzipalmarkt, Dom und Rathaus? Wie finden sich die Schwarmgeister und Sozialrebellen von einst in den Erlebnisräumen der schönen neuen Welt zurecht? Wollen sie noch immer gegen den alten Götzen Geld zu Felde ziehen? Oder übersteigen Wellnesshimmel und Kundenparadies gar ihre kühnsten eschatologischen Träume?

Eine satirische Stadt-Performance mit karnevalesken Momenten.

 

Die Performance ist ein gemeinsamer Stadtrundgang (ca. 70 Minuten) mit verschiedenen Stationen im „Business Improvement Distrikt“. Bequeme Schuhe und gegebenenfalls ein Schirm sind dringend empfohlen!

Eintritt frei. Die Teilnehmerzahl ist auf 80 begrenzt - first come, first served!

 

AUS DER PRESSE:

Alleine schon mit den auffälligen Figuren und einem riesigen Pulk an Zuschauern durch die Innenstadt zu ziehen macht tierisch Spaß. Autofahrer und Passanten halten irritiert inne, von letzteren schließen sich einige spontan der Gruppe an (ganz nebenbei ist das Stück wohl auch eine gute PR-Aktion für das Theater Münster). Dem Ensemble merkt man den Spaß an ihren überraschend vielen skurrilen Rollen an und das reißt auch das Publikum mit: Es wird getauft, gefeiert und eine große Demo gegen den Konsum gestartet: „STOP SHOPPING! START LIVING!“

Eine absolute Empfehlung für alle die sich nicht nur durch Münster, sondern auch gerne etwas an der Nase herumführen lassen und sich nicht scheuen zum Beispiel auch mal ein Protestschild in die Hand zu nehmen.

Bastian Worrmann, www.fietscher.de, 3. Juni 2014

 

Der Käfig, in dem er einst sein grausiges Ende fand, baumelt oben am Turm. Er aber steht unten vor St. Lamberti und reckt die Arme prophetisch in die Luft wie eh und je: Jan van Leyden, der Wiedertäufer, der einst in Münster das neue Jerusalem errichten wollte. Nicht gerade taufrisch sieht er aus – ein leichenblasser Zombie irgendwo zwischen Penner, Alice Cooper und irrem Jesus-Verschnitt. Schon kommt ein zweiter blasser Gevatter um die Ecke: „Mensch, ick bin’s doch – Knipperdolling!!“ Die alten Kumpel umarmen sich, die Zuschauer grinsen sich eins.

Zwischen Theater und Domplatz spielen die Szenen, wo alte und neue Utopien aufeinanderprallen. Wo es nur ein kleiner Schritt vom Wiedertäufer zum Wiederkäufer ist. Das Theater geht hinaus und hat gleichsam eine Hundertschaft im Schlepptau, die (ganz ohne Obolus!) verfolgt, wie sich die wiedergeborenen Religionsrebellen zwischen Imbiss und Juwelier zurechtfinden müssen. Text und Inszenierung sind von Maria Jamborsky. Da gibt es Mummenschanz und Schabernack der süffigsten Sorte. Und die sonst so wohlfeile Kritik an Mammon und Markt ist hier mehr als nur Pflichtübung.

Natürlich zielen die krachledernen Szenen direkt aufs Zwerchfell, so wenn Knipperdolling (Ilja Harjes) Richtung Roggenmarkt ruft: „Da häbb ick wohnt!“ Die Täufer radebrechen eine Art Alt-Westfälisch. Van Leyden (explosiv: Florian Steffens) ist zunächst vom güldenen Glanz der Schaufenster verzückt, doch bald schwant ihm: Münster ist auch nach 500 Jahren nicht erlöst. „Der Wohlstand ist Düwelswerk!“ Und vor dem Dom wird mit den Zuschauern Ringelreihen getanzt und Weihwasser geträufelt. „Transformatio!“ Lilly Gropper spielt Divara, die erste von des Täuferkönigs 17 Frauen. Wie Frankensteins Braut frisiert, ruft sie nach „Gliekberechtigung“ oder, noch prophetischer: „Frouwen sind die neuen Herren!“

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 3. Juni 2014

 

Info

Dass Münster die wohl lebenswerteste Stadt der Welt sei, befand nicht erst die Jury des LivCom Award, sondern schon Jan van Leyden, der berüchtigte Wiedertäufer Prophet und Apokalyptiker: »Eine schöne, reiche Stadt ist dieses Münster, die schönste, die ich je gesehen habe. Sie wird als einzige vom Endgericht verschont bleiben.« Nichts Geringeres als das Neue Jerusalem wollten die Gesellschaftsvisionäre von 1534 in Münster errichten, eine »heile Welt« der Auserwählten. Das dystopische Ende ihrer Heilserwartungen lässt sich am Kirchturm von St. Lamberti ablesen.

Wir wagen ein wildes Gedankenexperiment: Was passiert, wenn die Wiedertäufer beinah 500 Jahre später als Zeitreisende bzw. »Wiedergänger« im »post-apokalyptischen« Münster der Gegenwart stranden? Und zwar mitten im »Business Improvement Distrikt« von Prinzipalmarkt, Dom und Rathaus? Wie finden sich die Schwarmgeister und Sozialrebellen von einst in den Erlebnisräumen der schönen neuen Welt zurecht? Wollen sie noch immer gegen den alten Götzen Geld zu Felde ziehen? Oder übersteigen Wellnesshimmel und Kundenparadies gar ihre kühnsten eschatologischen Träume?

Eine satirische Stadt-Performance mit karnevalesken Momenten.

 

Die Performance ist ein gemeinsamer Stadtrundgang (ca. 70 Minuten) mit verschiedenen Stationen im „Business Improvement Distrikt“. Bequeme Schuhe und gegebenenfalls ein Schirm sind dringend empfohlen!

Eintritt frei. Die Teilnehmerzahl ist auf 80 begrenzt - first come, first served!

 

AUS DER PRESSE:

Alleine schon mit den auffälligen Figuren und einem riesigen Pulk an Zuschauern durch die Innenstadt zu ziehen macht tierisch Spaß. Autofahrer und Passanten halten irritiert inne, von letzteren schließen sich einige spontan der Gruppe an (ganz nebenbei ist das Stück wohl auch eine gute PR-Aktion für das Theater Münster). Dem Ensemble merkt man den Spaß an ihren überraschend vielen skurrilen Rollen an und das reißt auch das Publikum mit: Es wird getauft, gefeiert und eine große Demo gegen den Konsum gestartet: „STOP SHOPPING! START LIVING!“

Eine absolute Empfehlung für alle die sich nicht nur durch Münster, sondern auch gerne etwas an der Nase herumführen lassen und sich nicht scheuen zum Beispiel auch mal ein Protestschild in die Hand zu nehmen.

Bastian Worrmann, www.fietscher.de, 3. Juni 2014

 

Der Käfig, in dem er einst sein grausiges Ende fand, baumelt oben am Turm. Er aber steht unten vor St. Lamberti und reckt die Arme prophetisch in die Luft wie eh und je: Jan van Leyden, der Wiedertäufer, der einst in Münster das neue Jerusalem errichten wollte. Nicht gerade taufrisch sieht er aus – ein leichenblasser Zombie irgendwo zwischen Penner, Alice Cooper und irrem Jesus-Verschnitt. Schon kommt ein zweiter blasser Gevatter um die Ecke: „Mensch, ick bin’s doch – Knipperdolling!!“ Die alten Kumpel umarmen sich, die Zuschauer grinsen sich eins.

Zwischen Theater und Domplatz spielen die Szenen, wo alte und neue Utopien aufeinanderprallen. Wo es nur ein kleiner Schritt vom Wiedertäufer zum Wiederkäufer ist. Das Theater geht hinaus und hat gleichsam eine Hundertschaft im Schlepptau, die (ganz ohne Obolus!) verfolgt, wie sich die wiedergeborenen Religionsrebellen zwischen Imbiss und Juwelier zurechtfinden müssen. Text und Inszenierung sind von Maria Jamborsky. Da gibt es Mummenschanz und Schabernack der süffigsten Sorte. Und die sonst so wohlfeile Kritik an Mammon und Markt ist hier mehr als nur Pflichtübung.

Natürlich zielen die krachledernen Szenen direkt aufs Zwerchfell, so wenn Knipperdolling (Ilja Harjes) Richtung Roggenmarkt ruft: „Da häbb ick wohnt!“ Die Täufer radebrechen eine Art Alt-Westfälisch. Van Leyden (explosiv: Florian Steffens) ist zunächst vom güldenen Glanz der Schaufenster verzückt, doch bald schwant ihm: Münster ist auch nach 500 Jahren nicht erlöst. „Der Wohlstand ist Düwelswerk!“ Und vor dem Dom wird mit den Zuschauern Ringelreihen getanzt und Weihwasser geträufelt. „Transformatio!“ Lilly Gropper spielt Divara, die erste von des Täuferkönigs 17 Frauen. Wie Frankensteins Braut frisiert, ruft sie nach „Gliekberechtigung“ oder, noch prophetischer: „Frouwen sind die neuen Herren!“

Arndt Zinkant, Westfälische Nachrichten, 3. Juni 2014

 

Leitung

Inszenierung Maria Jamborsky

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mit Mark Oliver Bögel

Claudia Hübschmann

Lilly Gropper

Maike Jüttendonk

Florian Steffens

Ilja Harjes

Besetzung

Leitung

Inszenierung Maria Jamborsky

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Mit Mark Oliver Bögel

Claudia Hübschmann

Lilly Gropper

Maike Jüttendonk

Florian Steffens

Ilja Harjes


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Leider keine weiteren Termine geplant.

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