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EIN VOLKSFEIND

Schauspiel von Henrik Ibsen

unter Verwendung der Fassung von Florian Borchmeyer
  • Mark Oliver Bögel, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Mark Oliver Bögel, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Maximilian Scheidt, Dennis Laubenthal, Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Maximilian Scheidt, Dennis Laubenthal, Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  • Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Maximilian Scheidt <br />© Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Maximilian Scheidt
    © Oliver Berg
  • Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Maximilian Scheidt, Aurel Bereuter, Dennis Laubenthal <br />© Oliver Berg
    Maximilian Scheidt, Aurel Bereuter, Dennis Laubenthal
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter, Dennis Laubenthal <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter, Dennis Laubenthal
    © Oliver Berg
  • Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Dennis Laubenthal, Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter <br />© Oliver Berg
    Julia Stefanie Möller, Aurel Bereuter
    © Oliver Berg
  • Aurel Bereuter, Julia Stefanie Möller, Maximilian Scheidt, Dennis Laubenthal, Mark Oliver Bögel <br />© Oliver Berg
    Aurel Bereuter, Julia Stefanie Möller, Maximilian Scheidt, Dennis Laubenthal, Mark Oliver Bögel
    © Oliver Berg

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Ich liebe meine Vaterstadt so sehr, dass ich sie lieber ruiniere, als zuzusehen, wie sie dank einer Lüge aufblüht. Dr. Tomas Stockmann ist mit seiner jungen Familie voller Elan in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Sie soll saniert und zum umsatzkräftigen Erholungszentrum werden. Doch mitten in der schönsten Aufbruchstimmung deckt Stockmann einen Umweltskandal auf: Die Heilquellen sind durch die Industrie verseucht, das Wasser schädlich für die Badegäste. Stockmann glaubt, zum gefeierten Retter der Stadt zu werden. Als sich herausstellt, dass die Schließung des Bades Imageverluste und Haushaltseinbußen in astronomischer Höhe nach sich ziehen würde, hat er aber nicht nur seinen Bruder, den Bürgermeister, sondern auch den gesamten Stadtrat und die vormals so revolutionär gestimmte Journaille gegen sich. Je mehr Widerstand in der öffentlichen Meinung Stockmann spürt, desto härter wird sein Kampf für seine Wahrheit. In einer aufgepeitschten Bürgerversammlung hält er eine Brandrede, in der er sich in krude Theorien zur Dummheit der Masse versteigt und sich endgültig als Fanatiker isoliert.

Henrik Ibsens Politsatire (Uraufführung 1883) lässt sich mühelos in eine gegenwärtige Auseinandersetzung über die Tragfähigkeit demokratischer Strukturen übertragen. Welche Wahrheit dient dem persönlichen und wirtschaftlichen Vorteil und welche dem Wohl der Allgemeinheit? Und wann wird Widerstand zur rücksichtslosen Selbstverwirklichung?

Aufführungsdauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Frank Behnke rückt Henrik Ibsens berühmtes und berüchtigtes Schauspiel, in dem der Arzt und Weltverbesserer Dr. Tomas Stockmann aus Enttäuschung der Demokratie den Kampf erklärt, ganz nah an unsere Gegenwart heran. Die vier Freunde, die einen Song von Tocotronic proben, sind einem ebenso vertraut, wie Stockmanns Bruder Peter, der Bürgermeister des aufstrebenden Kurorts, und der Zeitungsverleger Aslaksen (Frank-Peter Dettmann). Ihre Haltungen und ihre Gesten entsprechen ganz genau ihrem jeweiligen Alter und ihrer gesellschaftlichen Stellung. Die um die Dreißigjährigen sind so aufmüpfig, wie es sich gehört, die Etablierten so steif und berechnend wie erwartet.

[...] Wenn Aurel Bereuter schließlich mit einem wilden Flackern in den Augen verkündet, "Der stärkste Mann auf der Welt ist derjenige, der ganz allein dasteht", kann einem Angst und Bange werden. Aus dem Idealisten wird mit erschreckender Zwangsläufigkeit ein Extremist, der schon bald in die Fußstapfen des Unabombers oder anderer antimoderner Terroristen treten könnte.

Sascha Westphal, www.nachtkritik.de, 22. Dezember 2013

 

Zwischenfall mit Zuschauern: Frank Behnke modernisiert Henrik Ibsens »Volksfeind« und bringt ihn als Polit-Thriller auf die Bühne des Kleinen Hauses. Eine packende Inszenierung, die mit Stockmanns Brandrede im vierten Akt Stoff für kontroverse Diskussionen liefert. [...]

Behnke stützt sich auf eine moderne Bearbeitung des 1882 uraufgeführten Stücks, die von Florian Borchmeyer für die Berliner Schaubühne geschrieben wurde. Die Dialoge sind klar, unprätentiös, mitunter salopp. Dazu passt auch, dass die Redakteure Hovstad und Billing als rasende Reporter auf die Bühne geradelt kommen. Jung und aufrührerisch werden sie von Dennis Laubenthal und Maximilian Scheidt dargestellt. Man kann förmlich riechen, wie ihnen revolutionäres Potential aus den Poren dringt.

Wie es den Stadtvätern gelingt, die Presse wieder auf Linie zu bringen, wird hier so spannend herausgearbeitet wie in einem Krimi. Geschickt laviert Mark Oliver Bögel als Bürgermeister zwischen Intrige und offener Drohung, während Frank-Peter Dettmann in der Rolle des Zeitungsherausgebers als graue Eminenz im Hintergrund agiert. Damit schaffen sie es sogar, die Loyalität von Katharina, der Frau des Badearztes, auf die Probe zu stellen. Julia Stefanie Möller kommt hier die Rolle der Vermittlerin zu, die sie mit ihrer ruhigen, am gesunden Menschenverstand orientierten Interpretation auch perfekt ausfüllt. [...]

In Behnke Inszenierung stimmt so ziemlich alles, von der originellen Regie über das zu Münster passende Bühnenbild mit einem Haufen alter Fahrräder bis hin zum großartigen Spiel des Ensembles.

Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 23. Dezember 2013

 

[...] Weil dieser Konflikt zwischen Enthüllen und Vertuschen so beständig aktuell ist, hat Regisseur Frank Behnke mit seinem Team eine pointiert-gestraffte Fassung des 130 Jahre alten Stücks, die Florian Borchmeyer in Berlin geschaffen hat, noch weiter auf das Hier und Jetzt zugeschnitten: Münster ist als Silhouette und mit Fahrrädern im Regen präsent (Bühne: David Hohmann), und in Stockmanns großer Wutrede finden sich allerlei Versatzstücke aktueller Texte – bis hin zum Ausruf: »Kommen Sie mir nur mit der Nazi-Keule!«

Dass die Aufführung im Kleinen Haus aber nicht zur beflissenen Lehrstunde in Demokratie wird, sondern zum ebenso spannenden wie mitreißenden Theaterabend in Spielfilmlänge, ist neben dem stimmig umgesetzten Konzept vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken. Aurel Bereuter als verbohrter Idealist wirkt bei seiner Rede im vierten Akt so authentisch und fremdartig-faszinierend, dass man sich in einer wirklichen politischen Veranstaltung wähnt und die Protestler im Publikum für aufgebrachte Bürger halten mag. Möglich wird all das aber erst durch den perfekt besetzten Widerpart: Mark Oliver Bögel porträtiert einen Bürgermeister, den man aus der regionalen Szene zu kennen glaubt (er könnte auch ein Abgeordneter oder Landesdirektor sein), und sein verbales Changieren zwischen sanfter Überzeugungsarbeit und polemisch-scharfem Ton ist so brillant, dass es Nachwuchspolitikern zum Studium empfohlen werden müsste.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2013

Info

Ich liebe meine Vaterstadt so sehr, dass ich sie lieber ruiniere, als zuzusehen, wie sie dank einer Lüge aufblüht. Dr. Tomas Stockmann ist mit seiner jungen Familie voller Elan in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Sie soll saniert und zum umsatzkräftigen Erholungszentrum werden. Doch mitten in der schönsten Aufbruchstimmung deckt Stockmann einen Umweltskandal auf: Die Heilquellen sind durch die Industrie verseucht, das Wasser schädlich für die Badegäste. Stockmann glaubt, zum gefeierten Retter der Stadt zu werden. Als sich herausstellt, dass die Schließung des Bades Imageverluste und Haushaltseinbußen in astronomischer Höhe nach sich ziehen würde, hat er aber nicht nur seinen Bruder, den Bürgermeister, sondern auch den gesamten Stadtrat und die vormals so revolutionär gestimmte Journaille gegen sich. Je mehr Widerstand in der öffentlichen Meinung Stockmann spürt, desto härter wird sein Kampf für seine Wahrheit. In einer aufgepeitschten Bürgerversammlung hält er eine Brandrede, in der er sich in krude Theorien zur Dummheit der Masse versteigt und sich endgültig als Fanatiker isoliert.

Henrik Ibsens Politsatire (Uraufführung 1883) lässt sich mühelos in eine gegenwärtige Auseinandersetzung über die Tragfähigkeit demokratischer Strukturen übertragen. Welche Wahrheit dient dem persönlichen und wirtschaftlichen Vorteil und welche dem Wohl der Allgemeinheit? Und wann wird Widerstand zur rücksichtslosen Selbstverwirklichung?

Aufführungsdauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Frank Behnke rückt Henrik Ibsens berühmtes und berüchtigtes Schauspiel, in dem der Arzt und Weltverbesserer Dr. Tomas Stockmann aus Enttäuschung der Demokratie den Kampf erklärt, ganz nah an unsere Gegenwart heran. Die vier Freunde, die einen Song von Tocotronic proben, sind einem ebenso vertraut, wie Stockmanns Bruder Peter, der Bürgermeister des aufstrebenden Kurorts, und der Zeitungsverleger Aslaksen (Frank-Peter Dettmann). Ihre Haltungen und ihre Gesten entsprechen ganz genau ihrem jeweiligen Alter und ihrer gesellschaftlichen Stellung. Die um die Dreißigjährigen sind so aufmüpfig, wie es sich gehört, die Etablierten so steif und berechnend wie erwartet.

[...] Wenn Aurel Bereuter schließlich mit einem wilden Flackern in den Augen verkündet, "Der stärkste Mann auf der Welt ist derjenige, der ganz allein dasteht", kann einem Angst und Bange werden. Aus dem Idealisten wird mit erschreckender Zwangsläufigkeit ein Extremist, der schon bald in die Fußstapfen des Unabombers oder anderer antimoderner Terroristen treten könnte.

Sascha Westphal, www.nachtkritik.de, 22. Dezember 2013

 

Zwischenfall mit Zuschauern: Frank Behnke modernisiert Henrik Ibsens »Volksfeind« und bringt ihn als Polit-Thriller auf die Bühne des Kleinen Hauses. Eine packende Inszenierung, die mit Stockmanns Brandrede im vierten Akt Stoff für kontroverse Diskussionen liefert. [...]

Behnke stützt sich auf eine moderne Bearbeitung des 1882 uraufgeführten Stücks, die von Florian Borchmeyer für die Berliner Schaubühne geschrieben wurde. Die Dialoge sind klar, unprätentiös, mitunter salopp. Dazu passt auch, dass die Redakteure Hovstad und Billing als rasende Reporter auf die Bühne geradelt kommen. Jung und aufrührerisch werden sie von Dennis Laubenthal und Maximilian Scheidt dargestellt. Man kann förmlich riechen, wie ihnen revolutionäres Potential aus den Poren dringt.

Wie es den Stadtvätern gelingt, die Presse wieder auf Linie zu bringen, wird hier so spannend herausgearbeitet wie in einem Krimi. Geschickt laviert Mark Oliver Bögel als Bürgermeister zwischen Intrige und offener Drohung, während Frank-Peter Dettmann in der Rolle des Zeitungsherausgebers als graue Eminenz im Hintergrund agiert. Damit schaffen sie es sogar, die Loyalität von Katharina, der Frau des Badearztes, auf die Probe zu stellen. Julia Stefanie Möller kommt hier die Rolle der Vermittlerin zu, die sie mit ihrer ruhigen, am gesunden Menschenverstand orientierten Interpretation auch perfekt ausfüllt. [...]

In Behnke Inszenierung stimmt so ziemlich alles, von der originellen Regie über das zu Münster passende Bühnenbild mit einem Haufen alter Fahrräder bis hin zum großartigen Spiel des Ensembles.

Helmut Jasny, Münstersche Zeitung, 23. Dezember 2013

 

[...] Weil dieser Konflikt zwischen Enthüllen und Vertuschen so beständig aktuell ist, hat Regisseur Frank Behnke mit seinem Team eine pointiert-gestraffte Fassung des 130 Jahre alten Stücks, die Florian Borchmeyer in Berlin geschaffen hat, noch weiter auf das Hier und Jetzt zugeschnitten: Münster ist als Silhouette und mit Fahrrädern im Regen präsent (Bühne: David Hohmann), und in Stockmanns großer Wutrede finden sich allerlei Versatzstücke aktueller Texte – bis hin zum Ausruf: »Kommen Sie mir nur mit der Nazi-Keule!«

Dass die Aufführung im Kleinen Haus aber nicht zur beflissenen Lehrstunde in Demokratie wird, sondern zum ebenso spannenden wie mitreißenden Theaterabend in Spielfilmlänge, ist neben dem stimmig umgesetzten Konzept vor allem den beiden Hauptdarstellern zu verdanken. Aurel Bereuter als verbohrter Idealist wirkt bei seiner Rede im vierten Akt so authentisch und fremdartig-faszinierend, dass man sich in einer wirklichen politischen Veranstaltung wähnt und die Protestler im Publikum für aufgebrachte Bürger halten mag. Möglich wird all das aber erst durch den perfekt besetzten Widerpart: Mark Oliver Bögel porträtiert einen Bürgermeister, den man aus der regionalen Szene zu kennen glaubt (er könnte auch ein Abgeordneter oder Landesdirektor sein), und sein verbales Changieren zwischen sanfter Überzeugungsarbeit und polemisch-scharfem Ton ist so brillant, dass es Nachwuchspolitikern zum Studium empfohlen werden müsste.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 23. Dezember 2013

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühnenbild David Hohmann

Kostüme Kristopher Kempf

Video Matthias Greving

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Stockmann, Badearzt Aurel Bereuter

Frau Stockmann Julia Stefanie Möller

Peter Stockmann, Stadtrat Mark Oliver Bögel

Aslaksen, Buchdrucker Frank-Peter Dettmann

Hovstedt, Redakteur Dennis Laubenthal

Billing, Mitarbeiter der Zeitung Maximilian Scheidt

Morten Kiil, Stockmanns Schwiegervater Gerhard Mohr

Zum Download

 Stockmanns Brandrede aus dem VOLKSFEIND als PDF

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühnenbild David Hohmann

Kostüme Kristopher Kempf

Video Matthias Greving

Dramaturgie Friederike Engel


Besetzung

Stockmann, Badearzt Aurel Bereuter

Frau Stockmann Julia Stefanie Möller

Peter Stockmann, Stadtrat Mark Oliver Bögel

Aslaksen, Buchdrucker Frank-Peter Dettmann

Hovstedt, Redakteur Dennis Laubenthal

Billing, Mitarbeiter der Zeitung Maximilian Scheidt

Morten Kiil, Stockmanns Schwiegervater Gerhard Mohr


Zum Download

 Stockmanns Brandrede aus dem VOLKSFEIND als PDF

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