Tanztheater

Ein Sommernachtstraum

Tanzabend von Hans Henning Paar

Musik von The Doors, Duke Ellington, Keith Jarrett, Miles Davis, Benny Goodman u.a.

Anna Caviezel, Cornelius Mickel � © Pedro Malinowski
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Gewählter Termin

Premiere
Sa, 15. Dezember 2012
19.30 Uhr, Kleines Haus
Premierenabo Kl. Haus

anschließend Premierenfeier im Theatertreff

momentan leider keine weiteren Termine geplant

Irrungen und Wirrungen der Liebe | A Midsummer Night’s Dream gehört zu den meistgespielten Komödien William Shakespeares. Das temporeiche Durcheinander und die geheimnisvolle Welt der Elfen zeichnen das Stück ebenso aus wie eine Vielzahl von Polaritäten zwischen Traum und Realität, Verzauberung und Normalität, Freundschaft, Liebe und Rivalität. Auf einer Party bei Hippolyta und Theseus treffen die Protagonisten des Sommernachtstraums aufeinander: das streitende Ehepaar Oberon und Titania, das sich innig liebende Paar Hermia und Lysander sowie Demetrius, der von Helena verfolgt wird, eigentlich jedoch an Hermia interessiert ist. Dazwischen Puck als eine alle in den Drogenrausch versetzende Mohnblume. Im Rausch kommen die verschiedensten Facetten der Charaktere mit all ihren Wünschen, Träumen und Phantasien zum Vorschein. Aber jedem Traum folgt ein Erwachen.

In Hans Henning Paars Inszenierung werden unterschiedliche Aspekte und Phasen von Partnerschaft und Liebe und die damit einhergehenden Erwartungen und Wünsche, die Vorstellung vom Idealpartner sowie das Eintauchen in eine Traumwelt der eigenen Projektionen thematisiert. Hindernisse und Verwechslungen stellen einen Test für die Liebenden dar und dienen zur Vergewisserung, dass der Auserwählte auch der Richtige ist. Sei es die Flucht in den Wald, in den Traum oder in den Drogenrausch – sie bedeutet nichts anderes, als die Flucht vor den gesellschaftlichen Regeln und den Wunsch, die unerfüllten Bedürfnisse und Wünsche zumindest auf halluzinatorischem Wege zu befriedigen.

Spieldauer ca. 70 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Zwischen rot beleuchteter Bar und schicken Ledersofas (Bühne: Hanna Zimmermann) choreografiert Paar für sein überzeugendes Ensemble mitreißende, dynamische Szenen: Ausgelassen wirbeln Männer und Frauen über die Bühne, zeigen große Sprünge, Pirouetten, virtuose Hebungen, hohe Beine, gemischt mit Elementen des Standardtanzes.
Isabel Steinböck, Westfälische Nachrichten, 17. Dezember 2012

Es ist eine Freude zu sehen, wie leicht Paar auf Shakespeares Worte verzichten kann und die Geschichte zur Bewegung transformiert. Er inszeniert schön anzuschauende, märchenhafte Bilder, die eher mit Freud als mit Grimm zu tun haben, setzt mit Licht klare Akzente, schwelgt in Farben und Stoffen – Glitzer, Jeans, Fell, Plüsch, Leder, Fransen, Samt. Hier ist alles bis ins kleinste Detail stimmig. Schon allein das macht Spaß.
Sabine Müller, Münstersche Zeitung, 17. Dezember 2012

Hübsch im Stil der 1950er Jahre erzählt Hans Henning Paar Shakespeares populärste Komödie. Akrobatisch, deftig und temporeich wird da agiert zwischen Schmusetanz, Boogie, Aerobic und Modern dance. [...] Antike und Shakespearezeit holt Paar unverkrampft ins (Fast-)Heute. Das Premierenpublikum zeigte sich begeistert.
Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 17. Dezember 2012

Wenn in der zentralen Erzählung Lysander (Erik Constantin) um die ihn liebende Hermia (Priscilla Fiuza) mit Demetrius (Vladimir De Freitas) streitet, an den sich wiederum Helena (Maria Bayarri Pérez) hartnäckig dranhängt, gibt es viel Anlass zu kräftigen Hebe-, schwungvollen Dreh- und akrobatischen Verschlingungs-Bewegungen. Das geht alles sehr schnell, sehr gekonnt und sehr deutlich vor sich, und so reiht sich revuemäßig Szene an Szene, Bild an Bild.
Hans Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 17. Dezember 2012

Oberon ist kein Pläneschmieder, sondern selbst Spielball der Droge. Und Puck ist der Zaubermacher, der seinen Appeal testen will, auch bei Oberon: Paar hat einen sehr schönen Pas de deux für die beiden choreografiert. Dem großen, seine Posen weit dehnenden Cornelius Mickel und dem lasziv-beweglichen Tommaso Balbo gelingt es, von der Sehnsucht nach Freiheit im Rausch zu erzählen – da wären die 70er Jahre wieder.
Edda Breski, Westfälischer Anzeiger, 16. Dezember 2012

Am Ende [gibt es] großen Applaus für einen kurzweiligen Abend, der die Essenz des Sommernachtstraums glaubhaft in die Gegenwart überträgt. Hans Henning Paar und sein Ensemble haben erneut überzeugend unter Beweis gestellt, dass das Tanztheater ein unverzichtbarer Bestandteil in Münster ist.
Thomas Molke, OnlineMusikMagazin, 16. Dezember 2012

Regieteam

Choreografie & Inszenierung
Hans Henning Paar
Bühne
Hanna Zimmermann
Kostüme
Isabel Kork
Choreografische Assistenz
László Nyakas
Dramaturgie
Esther von der Fuhr

Besetzung

Oberon
Cornelius Mickel / Adam Dembczynski
Titania
Anna Caviezel / Sandra Guénin
Theseus
Marcelo Moraes / Tommaso Balbo
Hippolyta
Ako Nakanome / Kana Mabuchi
Lysander
Erik Constantin / Marcelo Moraes
Hermia
Priscilla Fiuza / Kana Mabuchi
Demetrius
Vladimir de Freitas Rosa / Cornelius Mickel
Helena
Maria Bayarri Pérez / Anna Caviezel
Puck / Mohnblume
Tommaso Balbo / Maria Bayarri Pérez
Schüchterner
Adam Dembczynski / Vladimir de Freitas Rosa
Partygäste & Phantasien
Kana Mabuchi / Erik Constantin / Sandra Guénin / Priscilla Fiuza / Alexandra Andreeva
Live-Percussion
Jonas Nondorf