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DAS ORIGINAL

von Stephen Sachs

Deutsch von Karen Witthuhn
Deutschsprachige Erstaufführung
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff
    © Oliver Berg
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff
    © Oliver Berg
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff
    © Oliver Berg
  • Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff <br />© Oliver Berg
    Gerhard Mohr, Carola von Seckendorff
    © Oliver Berg
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg
  • Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr <br />© Oliver Berg
    Carola von Seckendorff, Gerhard Mohr
    © Oliver Berg

Es zeigte sich, dass sie nicht war, für was ich sie gehalten hatte. Was man für erhaben hält, stellt sich oft als Schwindel heraus.

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Die arbeitslose Barfrau Maude, Mitte 50, hat eine Vorliebe für Krempel. In ihrer kruden Ansammlung von Gegenständen befindet sich unter anderem ein Bild, welches sie für ein unbekanntes Meisterwerk hält. Welten prallen aufeinander, als sie Besuch vom Kunstexperten Lionel bekommt, der das Bild begutachten soll. Der von einer Stiftung beauftragte und von den Lebensumständen Maudes befremdete Spezialist befindet das Gemälde schnell für wertlos. So entbrennt eine Diskussion zwischen den Vertretern zweier völlig verschiedener Gesellschaftsschichten über das Leben, über Kunst und die Bedeutung von Kunst im Leben.

Mit viel Witz und Charme stellt Stephen Sachs in seinem Stück Das Original die Frage danach, was Kunst im Grunde ausmacht. Welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft und für den Menschen? Was unterscheidet die beiden Hauptfiguren, die nur eines Kunstwerks wegen in Kontakt kommen, eigentlich noch, wenn sie aus ihren gesellschaftlichen Milieus heraustreten? Und warum ist aus Sicht eines Intellektuellen der Status eines verwahrlosten Alkoholikers, der Künstler ist, ein anderer als der einer Arbeitslosen, die in einem Wohnwagen lebt?

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

Info

Die arbeitslose Barfrau Maude, Mitte 50, hat eine Vorliebe für Krempel. In ihrer kruden Ansammlung von Gegenständen befindet sich unter anderem ein Bild, welches sie für ein unbekanntes Meisterwerk hält. Welten prallen aufeinander, als sie Besuch vom Kunstexperten Lionel bekommt, der das Bild begutachten soll. Der von einer Stiftung beauftragte und von den Lebensumständen Maudes befremdete Spezialist befindet das Gemälde schnell für wertlos. So entbrennt eine Diskussion zwischen den Vertretern zweier völlig verschiedener Gesellschaftsschichten über das Leben, über Kunst und die Bedeutung von Kunst im Leben.

Mit viel Witz und Charme stellt Stephen Sachs in seinem Stück Das Original die Frage danach, was Kunst im Grunde ausmacht. Welche Rolle spielt sie in der Gesellschaft und für den Menschen? Was unterscheidet die beiden Hauptfiguren, die nur eines Kunstwerks wegen in Kontakt kommen, eigentlich noch, wenn sie aus ihren gesellschaftlichen Milieus heraustreten? Und warum ist aus Sicht eines Intellektuellen der Status eines verwahrlosten Alkoholikers, der Künstler ist, ein anderer als der einer Arbeitslosen, die in einem Wohnwagen lebt?

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Oliver D. Endreß

Bühne Lilith-Marie Cremer

Kostüme Bernhard Niechotz

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Maude Gutmann, arbeitslose Barfrau Carola von Seckendorff

Lionel Percy, Kunstexperte Gerhard Mohr

Besetzung

Leitung

Inszenierung Oliver D. Endreß

Bühne Lilith-Marie Cremer

Kostüme Bernhard Niechotz

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Maude Gutmann, arbeitslose Barfrau Carola von Seckendorff

Lionel Percy, Kunstexperte Gerhard Mohr


Mit Maude und Lionel prallen zwei höchst gegensätzliche Menschen aufeinander. Hier der erfolgreiche und entsprechend arrogante Kunstpapst, dort die Vertreterin einer sozialen Schicht, die man in Amerika wenig charmant »weißen Abschaum« nennt. In der Inszenierung von Oliver D. Endreß werden diese Gegensätze weidlich ausgespielt. Lilith-Marie Cremer hat ein kitschiges Sperrmüll-Interieur auf die Bühne gebaut. Dort empfängt Maude den Kunstexperten und führt ihm ihren »Pollock« vor. Gerhard Mohr in der Rolle des Lionel agiert ausgesprochen überheblich, liefert aber auch einiges an Komik, wenn er beim Prüfen des Gemäldes wichtig daran schnuppert und in es hineinzuhören versucht. Trotzdem fällt sein Urteil vernichtend aus – eine Fälschung, weil zu exakt gemalt.

Das will Maude nicht akzeptieren, denn sie fühlt sich mit dem Bild selbst abgeurteilt. Wenn sie anfängt, um den Wert des Gemäldes zu kämpfen, kämpft sie um ihren Wert als Mensch. Für das Publikum eröffnen sich dabei Einblicke, die vieles, was vorher eindeutig schien, in ein neues Licht rücken. Carola von Seckendorff legt eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit an den Tag, wenn sie Maudes Charakter auslotet. Dabei überzeugt sie vor allem in den einfühlsamen Passagen [...].

»Das Original« ist ein ebenso unterhaltsames wie spannendes Stück über die Kunst und das Leben und darüber, wer hier Deutungshoheit hat. Maude geht es um die Wahrheit. Sie ist sogar bereit, die Kunst zu zerstören, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Das will Lionel verhindern. Für ihn steht die Kunst im Vordergrund, denn mit der Wahrheit ist er schon mal auf die Nase gefallen, wie sich herausstellt. Trotzdem scheint er am Ende des Stückes etwas gelernt zu habe. Auch wenn dann immer noch nicht klar ist, ob der Pollock jetzt echt ist oder eine Fälschung. Sehenswert.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 8. Januar 2016

 

In den knapp 80 wendungsreichen Minuten unter der Regie von Oliver D. Endreß trumpfen von Seckendorff und Mohr in ihrem fein abgestimmten Zusammenspiel herrlich auf. Famos, wie von Seckendorff in der Rolle der zunächst überforderten Maude Zug um Zug die smarte Analytikerin hervorkehrt. Und wunderbar, wie Mohr in fiebriger Kunst-Exstase den legendären Malstil Jackson Pollocks, das "Action Painting", nachstellt - auf der Leinwand kniend, entrückt mit Farbe spritzend und sprenkelnd. So ist "Das Original" in der münsterschen Fassung eine tiefgründige Reflexion über den Aberwitz des Kunstbetriebs und eine sehenswerte Inszenierung über den Kampf zwischen Wahrheit und Lüge.

Alexander Reuter, Die Glocke, 8. Januar 2016

 

Presse

Mit Maude und Lionel prallen zwei höchst gegensätzliche Menschen aufeinander. Hier der erfolgreiche und entsprechend arrogante Kunstpapst, dort die Vertreterin einer sozialen Schicht, die man in Amerika wenig charmant »weißen Abschaum« nennt. In der Inszenierung von Oliver D. Endreß werden diese Gegensätze weidlich ausgespielt. Lilith-Marie Cremer hat ein kitschiges Sperrmüll-Interieur auf die Bühne gebaut. Dort empfängt Maude den Kunstexperten und führt ihm ihren »Pollock« vor. Gerhard Mohr in der Rolle des Lionel agiert ausgesprochen überheblich, liefert aber auch einiges an Komik, wenn er beim Prüfen des Gemäldes wichtig daran schnuppert und in es hineinzuhören versucht. Trotzdem fällt sein Urteil vernichtend aus – eine Fälschung, weil zu exakt gemalt.

Das will Maude nicht akzeptieren, denn sie fühlt sich mit dem Bild selbst abgeurteilt. Wenn sie anfängt, um den Wert des Gemäldes zu kämpfen, kämpft sie um ihren Wert als Mensch. Für das Publikum eröffnen sich dabei Einblicke, die vieles, was vorher eindeutig schien, in ein neues Licht rücken. Carola von Seckendorff legt eine erstaunliche Wandlungsfähigkeit an den Tag, wenn sie Maudes Charakter auslotet. Dabei überzeugt sie vor allem in den einfühlsamen Passagen [...].

»Das Original« ist ein ebenso unterhaltsames wie spannendes Stück über die Kunst und das Leben und darüber, wer hier Deutungshoheit hat. Maude geht es um die Wahrheit. Sie ist sogar bereit, die Kunst zu zerstören, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Das will Lionel verhindern. Für ihn steht die Kunst im Vordergrund, denn mit der Wahrheit ist er schon mal auf die Nase gefallen, wie sich herausstellt. Trotzdem scheint er am Ende des Stückes etwas gelernt zu habe. Auch wenn dann immer noch nicht klar ist, ob der Pollock jetzt echt ist oder eine Fälschung. Sehenswert.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 8. Januar 2016

 

In den knapp 80 wendungsreichen Minuten unter der Regie von Oliver D. Endreß trumpfen von Seckendorff und Mohr in ihrem fein abgestimmten Zusammenspiel herrlich auf. Famos, wie von Seckendorff in der Rolle der zunächst überforderten Maude Zug um Zug die smarte Analytikerin hervorkehrt. Und wunderbar, wie Mohr in fiebriger Kunst-Exstase den legendären Malstil Jackson Pollocks, das "Action Painting", nachstellt - auf der Leinwand kniend, entrückt mit Farbe spritzend und sprenkelnd. So ist "Das Original" in der münsterschen Fassung eine tiefgründige Reflexion über den Aberwitz des Kunstbetriebs und eine sehenswerte Inszenierung über den Kampf zwischen Wahrheit und Lüge.

Alexander Reuter, Die Glocke, 8. Januar 2016

 


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