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DIE PRÄSIDENTINNEN

von Werner Schwab

  • Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Natalja Joselewitsch, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Natalja Joselewitsch, Regine Andratschke, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Natalja Joselewitsch, Regine Andratschke, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann, Natalja Joselewitsch <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Natalja Joselewitsch
    © Oliver Berg
  • Natalja Joselewitsch <br />© Oliver Berg
    Natalja Joselewitsch
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann, Natalja Joselewitsch, Regine Andratschke <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann, Natalja Joselewitsch, Regine Andratschke
    © Oliver Berg
  • Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg
  • Regine Andratschke, Natalja JHoselewitsch, Claudia Hübschmann <br />© Oliver Berg
    Regine Andratschke, Natalja JHoselewitsch, Claudia Hübschmann
    © Oliver Berg

Ich kann doch nicht die Vorsehung bei der Gurgel packen und verlangen: So, jetzt mach mich glücklich.

Mo, 24. April 2017
19.30 Uhr · U2 · Preise G

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Erna, Grete und Mariedl sitzen zusammen beim obligatorischen Glaserl Wein. Gerade haben sie die Übertragung einer Papstmesse im Fernsehen gesehen. Sie schimpfen über ihre missratenen Kinder, unfähige Männer und versagte Chancen. Einzig Mariedl scheint noch einen Quell der Freude zu haben – einen äußerst fragwürdigen. Sie ist Putzfrau, ihre Spezialität: Toiletten, die sie auch ohne Gummihandschuhe reinigt und darin ein Gottesopfer, einen heiligen Akt zu vollziehen meint. Ein schonungsloser Blick auf drei verkorkste Leben in einem hoffnungslos trüben sozialen Umfeld. Auf drei Frauen, die sich gemeinsam in eine schönere Welt träumen wollen und daran scheitern.

Ein skurriles, entlarvendes Stück über Mittelmäßigkeit, ungestillte Begierden und Größenwahn, das Werner Schwab, den Sprachkünstler des Drecks und der niederen Triebe, 1990 über Nacht berühmt machte.

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

Info

Erna, Grete und Mariedl sitzen zusammen beim obligatorischen Glaserl Wein. Gerade haben sie die Übertragung einer Papstmesse im Fernsehen gesehen. Sie schimpfen über ihre missratenen Kinder, unfähige Männer und versagte Chancen. Einzig Mariedl scheint noch einen Quell der Freude zu haben – einen äußerst fragwürdigen. Sie ist Putzfrau, ihre Spezialität: Toiletten, die sie auch ohne Gummihandschuhe reinigt und darin ein Gottesopfer, einen heiligen Akt zu vollziehen meint. Ein schonungsloser Blick auf drei verkorkste Leben in einem hoffnungslos trüben sozialen Umfeld. Auf drei Frauen, die sich gemeinsam in eine schönere Welt träumen wollen und daran scheitern.

Ein skurriles, entlarvendes Stück über Mittelmäßigkeit, ungestillte Begierden und Größenwahn, das Werner Schwab, den Sprachkünstler des Drecks und der niederen Triebe, 1990 über Nacht berühmt machte.

Aufführungsdauer ca. 80 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Anne Bader

Ausstattung Melanie Walter

Musik Matthias Schubert

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Erna Regine Andratschke

Grete Claudia Hübschmann

Mariedl Natalja Joselewitsch

Besetzung

Leitung

Inszenierung Anne Bader

Ausstattung Melanie Walter

Musik Matthias Schubert

Dramaturgie Michael Letmathe


Besetzung

Erna Regine Andratschke

Grete Claudia Hübschmann

Mariedl Natalja Joselewitsch


Anne Bader inszeniert auf einer fast leeren, in tristem Grau gehaltenen Bühne (Melanie Walter). Vor dem neu angeschafften Fernseher, der die Papstmesse überträgt, sitzen die »Präsidentinnen« zusammen und träumen sich aus ihrem kümmerlichen Dasein heraus. Die karge Pensionistin Erna (Regine Andratschke), einmal geschieden, einmal verwitwet, ist fest davon überzeugt, dass »das Geschlechtliche« das Menschliche aus der Liebe treibt. Aus diesem Grund fantasiert sie sich ein katholisch korrektes Verlöbnis mit einem bigotten Metzgermeister zusammen.

Als Gegenpart fungiert die ebenso aufgetakelte wie notgeile Grete (Claudia Hübschmann). Nachdem ihr Mann mit einer Jüngeren durchgebrannt ist, konzentrieren sich ihre Visionen auf das stramme Hosentürl eines Blasmusikanten. Dritte im Bund ist das mehr als einfach gestrickte Mariedl (Natalja Joselewitsch). Sie ist mächtig stolz, dass sie »es ohne macht«. Ohne Gummihandschuhe nämlich, wenn sie als Toilettenfrau die verstopften Klos ausräumt. Den träumerischen Blick bekommt sie, wenn sie im Fernsehen den Papst sieht oder im Bierzelt den Herrn Pfarrer.

Es ist eine giftige Melange aus Bigotterie, Brunft und Kloake, die hier zusammengerührt wird. Trotzdem macht das Ganze unverschämten Spaß. Das liegt zum einen an Schwabs volkstümlich gefärbter Kunstsprache, die Sachverhalte gleichzeitig verbrämt und entlarvt, und zum anderen an der Regie von Anne Bader, bei der trotz aller Komik der Ernst nicht zu kurz kommt. Und vor allem natürlich am hervorragenden Spiel der drei Darstellerinnen. Andratschke, Hübschmann und Joselewitsch meistern sowohl die leisen als auch die schrillen Töne und erzeugen über die ganzen 75 Minuten hinweg einen grandiosen Sound.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 7. März 2016

Presse

Anne Bader inszeniert auf einer fast leeren, in tristem Grau gehaltenen Bühne (Melanie Walter). Vor dem neu angeschafften Fernseher, der die Papstmesse überträgt, sitzen die »Präsidentinnen« zusammen und träumen sich aus ihrem kümmerlichen Dasein heraus. Die karge Pensionistin Erna (Regine Andratschke), einmal geschieden, einmal verwitwet, ist fest davon überzeugt, dass »das Geschlechtliche« das Menschliche aus der Liebe treibt. Aus diesem Grund fantasiert sie sich ein katholisch korrektes Verlöbnis mit einem bigotten Metzgermeister zusammen.

Als Gegenpart fungiert die ebenso aufgetakelte wie notgeile Grete (Claudia Hübschmann). Nachdem ihr Mann mit einer Jüngeren durchgebrannt ist, konzentrieren sich ihre Visionen auf das stramme Hosentürl eines Blasmusikanten. Dritte im Bund ist das mehr als einfach gestrickte Mariedl (Natalja Joselewitsch). Sie ist mächtig stolz, dass sie »es ohne macht«. Ohne Gummihandschuhe nämlich, wenn sie als Toilettenfrau die verstopften Klos ausräumt. Den träumerischen Blick bekommt sie, wenn sie im Fernsehen den Papst sieht oder im Bierzelt den Herrn Pfarrer.

Es ist eine giftige Melange aus Bigotterie, Brunft und Kloake, die hier zusammengerührt wird. Trotzdem macht das Ganze unverschämten Spaß. Das liegt zum einen an Schwabs volkstümlich gefärbter Kunstsprache, die Sachverhalte gleichzeitig verbrämt und entlarvt, und zum anderen an der Regie von Anne Bader, bei der trotz aller Komik der Ernst nicht zu kurz kommt. Und vor allem natürlich am hervorragenden Spiel der drei Darstellerinnen. Andratschke, Hübschmann und Joselewitsch meistern sowohl die leisen als auch die schrillen Töne und erzeugen über die ganzen 75 Minuten hinweg einen grandiosen Sound.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 7. März 2016

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Mo, 24. April 2017
19.30 Uhr · U2 · Preise G

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

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