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DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE

von Bertolt Brecht

  • Andrea Spicher, Daniel Rothaug, Jonas Riemer, Martin Bruchmann <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Daniel Rothaug, Jonas Riemer, Martin Bruchmann
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ulrike Knobloch, Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Andrea Spicher, Jonas Riemer, Martin Bruchmann <br />© Oliver Berg
    Ulrike Knobloch, Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Andrea Spicher, Jonas Riemer, Martin Bruchmann
    © Oliver Berg
  • Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Ulrike Knobloch <br />© Oliver Berg
    Christian Bo Salle, Sandra Bezler, Ulrike Knobloch
    © Oliver Berg
  • Jonas Riemer, Christian Bo Salle, Martin Bruchmann, Ilja Harjes, Daniel Rothaug <br />© Oliver Berg
    Jonas Riemer, Christian Bo Salle, Martin Bruchmann, Ilja Harjes, Daniel Rothaug
    © Oliver Berg
  • Jonas Nondorf, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher, Sandra Bezler <br />© Oliver Berg
    Jonas Nondorf, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher, Sandra Bezler
    © Oliver Berg
  • Ilja Harjes, Christian Bo Salle, Sandra Bezler <br />© Oliver Berg
    Ilja Harjes, Christian Bo Salle, Sandra Bezler
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Sandra Bezler, Daniel Rothaug <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Sandra Bezler, Daniel Rothaug
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler; im Hintergrund: Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Daniel Rothaug, Christian Bo Salle <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler; im Hintergrund: Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Daniel Rothaug, Christian Bo Salle
    © Oliver Berg
  • Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Christian Bo Salle, Daniel Rothaug, Martin Bruchmann, Ilja Harjes, Jonas Riemer <br />© Oliver Berg
    Andrea Spicher, Ulrike Knobloch, Christian Bo Salle, Daniel Rothaug, Martin Bruchmann, Ilja Harjes, Jonas Riemer
    © Oliver Berg
  • Christian Bo Salle, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Christian Bo Salle, Ilja Harjes
    © Oliver Berg
  • Sandra Bezler, Ilja Harjes <br />© Oliver Berg
    Sandra Bezler, Ilja Harjes
    © Oliver Berg

Es hilft nur Gewalt, wo Gewalt herrscht, und es helfen nur Menschen, wo Menschen sind.

Di, 28. März 2017
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D
Großer Theaterjugendring

19.00 Einführung im Foyer Kl. Haus

Am Fleischmarkt herrscht Krieg: Chicagos Fleischkönig und Raubtierkapitalist Pierpont Mauler manipuliert den Markt und seine Konkurrenten, um für sich Millionen zu scheffeln. Die Fleischarbeiter sind ihm das Werkzeug dazu, sie werden ausgebeutet, arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen, hungern. Und jetzt droht auch noch Massenarbeitslosigkeit. Die junge Johanna Dark, eine Nachfahrin von Schillers Jungfrau von Orléans, glaubt an das Gute im Menschen und an einen gütigen Gott. Als Soldatin der Heilsarmee will sie die Armen retten und damit die Welt. Doch die Härte des Marktes und die Macht des Kapitals bringen ihre Ideale schließlich zum Einsturz. Der Zyniker Mauler weiß Johannas christlichen Furor für seine Zwecke zu missbrauchen und selbst ihre Schwestern bei der Heilsarmee instrumentalisieren ihr Märtyrertum. Das System scheint stärker als die Wut des Einzelnen, und so bleibt Johanna nur noch die Radikalisierung: Die Fanatikerin der Nächstenliebe ruft zu Terror und Gewalt auf!

Bertolt Brecht schrieb sein kämpferisches, kapitalismuskritisches Stück unter dem Eindruck von Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit 1929. Doch die Ungerechtigkeit eines unersättlichen kapitalistischen Fleischwolfes, Lohnsklaverei und die Ausbeutung der Ärmsten dieser Welt für unseren Konsum sind brisantere Probleme denn je. Und mit der religiösen Kämpferin Johanna Dark hat Brecht eine schillernde, höchst ambivalente Figur geschaffen: Produzieren die Verhältnisse Fanatismus und Gewalt? Oder der Mensch?

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, keine Pause

Info

Am Fleischmarkt herrscht Krieg: Chicagos Fleischkönig und Raubtierkapitalist Pierpont Mauler manipuliert den Markt und seine Konkurrenten, um für sich Millionen zu scheffeln. Die Fleischarbeiter sind ihm das Werkzeug dazu, sie werden ausgebeutet, arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen, hungern. Und jetzt droht auch noch Massenarbeitslosigkeit. Die junge Johanna Dark, eine Nachfahrin von Schillers Jungfrau von Orléans, glaubt an das Gute im Menschen und an einen gütigen Gott. Als Soldatin der Heilsarmee will sie die Armen retten und damit die Welt. Doch die Härte des Marktes und die Macht des Kapitals bringen ihre Ideale schließlich zum Einsturz. Der Zyniker Mauler weiß Johannas christlichen Furor für seine Zwecke zu missbrauchen und selbst ihre Schwestern bei der Heilsarmee instrumentalisieren ihr Märtyrertum. Das System scheint stärker als die Wut des Einzelnen, und so bleibt Johanna nur noch die Radikalisierung: Die Fanatikerin der Nächstenliebe ruft zu Terror und Gewalt auf!

Bertolt Brecht schrieb sein kämpferisches, kapitalismuskritisches Stück unter dem Eindruck von Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit 1929. Doch die Ungerechtigkeit eines unersättlichen kapitalistischen Fleischwolfes, Lohnsklaverei und die Ausbeutung der Ärmsten dieser Welt für unseren Konsum sind brisantere Probleme denn je. Und mit der religiösen Kämpferin Johanna Dark hat Brecht eine schillernde, höchst ambivalente Figur geschaffen: Produzieren die Verhältnisse Fanatismus und Gewalt? Oder der Mensch?

Aufführungsdauer ca. 120 Minuten, keine Pause

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Johanna Dark Sandra Bezler / Ulrike Knobloch / Andrea Spicher

Mauler Ilja Harjes

Slift Christian Bo Salle

Graham Jonas Riemer

Cridle / Gloomb Daniel Rothaug

Lennox / Snyder Martin Bruchmann

Martha Andrea Spicher

Frau Luckerniddle Ulrike Knobloch

Live-Musik Jonas Nondorf

Arbeiter, Bursche, Vorarbeiter, Arbeiterführer, Spekulanten, Die Armen, Heilsarmisten Ensemble

Besetzung

Leitung

Inszenierung Frank Behnke

Bühne & Kostüme Bernhard Niechotz

Dramaturgie Barbara Bily


Besetzung

Johanna Dark Sandra Bezler / Ulrike Knobloch / Andrea Spicher

Mauler Ilja Harjes

Slift Christian Bo Salle

Graham Jonas Riemer

Cridle / Gloomb Daniel Rothaug

Lennox / Snyder Martin Bruchmann

Martha Andrea Spicher

Frau Luckerniddle Ulrike Knobloch

Live-Musik Jonas Nondorf


Arbeiter, Bursche, Vorarbeiter, Arbeiterführer, Spekulanten, Die Armen, Heilsarmisten Ensemble

Brisant und bissig …

Eine brisante Inszenierung mit böser Pointe am Ende. Sandra Bezler (als Johanna) spielt unglaublich stark und sehr durchlässig. Das Stück hat in der Inszenierung eine bissige Aktualität und begeistert und erschreckt gleichermaßen, weil Brecht in seiner Analyse, was da gesellschaftlich falsch läuft und wie eine religiöse Eiferin zur Terroristin werden kann, extrem stark ist.

 Hörfunkbeitrag von Stefan Keim, WDR 3, 2. Januar 2017

 

In Münster sieht man ein Ensemble, das den Vergleich mit großen Häusern nicht zu scheuen braucht.

Bernhard Doppler, Deutschlandradio Kultur, 31. Dezember 2016

 

Bildstarke und temopreiche Inszenierung …

Wenn Arbeiter mit Kuhmasken aufs Publikum zu robben, ist klar, wer das Vieh auf den Schlachthöfen der Geschichte ist. Regisseur Behnke lässt die Kapitalisten am Fleischmarkt gierig und intrigant zuschnappen. Cridle (Daniel Rothaug) flackern die Dollarzeichen durchs Gesicht, als Fleischkönig Mauler ihm ein Geschäft vorschlägt. Ilja Harjes spielt den Unternehmer mit jener eiskalten Attitüde, die den Spekulanten vom Firmenchef unterscheidet. […] DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE tappst gar zu dritt (Sandra,Bezler, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher) auf die Bühne des Kleinen Hauses. Mit dem Mumm naiver Überzeugung stehen sie da und sind in Frank Behnkes bildstarker und temporeicher Inszenierung so brav und so bieder, wie Hoffnungsvolle nun mal sein können. Und sie sind Figuren in Brechts Lehrstück vom Klassenkampf, der exemplarisch am Chicagoer Fleischmarkt aufgezogen wird und auf Jeanne d’Arc zurückgreift. Regisseur Behnke setzt den Konflikt ruppig und mit satirischen Spitzen in Gang.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 2. Januar 2017

 

Dezidiert politisches Theater, das das Publikum zu eigenen Positionen herausfordert

Seit seiner Münsteraner Antrittsinszenierung von Schillers RÄUBERN hat sich Frank Behnke einem dezidiert politischen Theater verschrieben. Seine Arbeiten beziehen klar Stellung und fordern das Publikum dazu heraus, einige Positionen zu hinterfragen. Insofern war es an der Zeit, dass er sich einem der großen Polit-Stücke Brechts zuwendet. Und es passt auch zu seinem Münsteraner Stil, dass seine HEILIGE JOHANNA noch weitaus kämpferischer daherkommt als andere Interpretationen von Brechts Stück. […] In einem fast schon abstrakten roten Raum, der auf das Blut der geschlachteten Tiere wie auf die von der Staatsmacht erschossenen Streikenden verweist, der an die blutrote Geschichte der Menschheit und an das Rot der Revolution denken lässt, inszeniert Frank Behnke ein gänzlich zeitloses Lehrstück über die Mechanismen der kapitalistischen Wirtschaft. Alles ist streng choreographiert und jede Bewegung illustriert die Mechanismen eines Systems, gegen das Menschen wie Johanna nichts ausrichten können, weil es ihnen immer mehrere Schritte voraus ist. Johanna verliert, aber der Kapitalismus wird mit ihr siegen.

Sascha Westphal, kulturkenner.de, 31. Dezember 2016

 

Messerscharf und aktuell …

Zu Recht gibt es viel Beifall für ein engagiertes Team in Münsters Kleinem Haus.

Brecht ist aktuell – und wie. Das stellt Frank Behnke mit dessen HEILIGER JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE unter Beweis. Auf Bernhard Niechotz’ knallroter Bühne wird gezeigt, wie Kapitalismus funktioniert, wie perfide durchdachte Krisenlösungsstrategien aussehen. Ilja Harjes als Fleischkönig Mauler zeigt dies mit geradezu perfider Freude, tarnt seine Pläne als Akt der Menschlichkeit. Quicklebendig springen ihm Daniel Rothaug, Jonas Riemer und Christian Bo Salle bei: mal als Verbündete, mal als Gegner.

Viel Bewegung prägt die Szene. Während vorn die Schlacht um den Fleischmarkt tobt, befinden sich im Hintergrund jene, auf deren Rücken dieser Krieg ausgetragen wird – arm, elend, hungrig, ein veritables Lumpenproletariat. Ulrike Knobloch als Frau Luckerniddle etwa, die eingefangen von einer Handkamera erschreckend authentisch verhärmt und ganz am Boden liegend daherkommt.

Behnke zeigt mit Brecht das gnadenlose Wesen des Kapitalismus messerscharf auf – besonders in den chorisch gesprochenen Passagen. Er arbeitet auch die Funktion von Religion als Betäubungsmittel heraus, deren Janusköpfigkeit in Martin Bruchmann als Heilsarmeemajor Synder aalglatt Gestalt annimmt.

Und mitten in dieser Schlangengrube die intensive Sandra Bezler als Johanna Dark. Zart und fordernd zugleich sieht sie in allen Menschen Gutes, ist deshalb zu wirklicher Parteinahme nicht fähig, vereitelt den Kampf gegen die Unterdrücker und stirbt an einer Lungenentzündung.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 2. Januar 2017

Presse

Brisant und bissig …

Eine brisante Inszenierung mit böser Pointe am Ende. Sandra Bezler (als Johanna) spielt unglaublich stark und sehr durchlässig. Das Stück hat in der Inszenierung eine bissige Aktualität und begeistert und erschreckt gleichermaßen, weil Brecht in seiner Analyse, was da gesellschaftlich falsch läuft und wie eine religiöse Eiferin zur Terroristin werden kann, extrem stark ist.

 Hörfunkbeitrag von Stefan Keim, WDR 3, 2. Januar 2017

 

In Münster sieht man ein Ensemble, das den Vergleich mit großen Häusern nicht zu scheuen braucht.

Bernhard Doppler, Deutschlandradio Kultur, 31. Dezember 2016

 

Bildstarke und temopreiche Inszenierung …

Wenn Arbeiter mit Kuhmasken aufs Publikum zu robben, ist klar, wer das Vieh auf den Schlachthöfen der Geschichte ist. Regisseur Behnke lässt die Kapitalisten am Fleischmarkt gierig und intrigant zuschnappen. Cridle (Daniel Rothaug) flackern die Dollarzeichen durchs Gesicht, als Fleischkönig Mauler ihm ein Geschäft vorschlägt. Ilja Harjes spielt den Unternehmer mit jener eiskalten Attitüde, die den Spekulanten vom Firmenchef unterscheidet. […] DIE HEILIGE JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE tappst gar zu dritt (Sandra,Bezler, Ulrike Knobloch, Andrea Spicher) auf die Bühne des Kleinen Hauses. Mit dem Mumm naiver Überzeugung stehen sie da und sind in Frank Behnkes bildstarker und temporeicher Inszenierung so brav und so bieder, wie Hoffnungsvolle nun mal sein können. Und sie sind Figuren in Brechts Lehrstück vom Klassenkampf, der exemplarisch am Chicagoer Fleischmarkt aufgezogen wird und auf Jeanne d’Arc zurückgreift. Regisseur Behnke setzt den Konflikt ruppig und mit satirischen Spitzen in Gang.

Achim Lettmann, Westfälischer Anzeiger, 2. Januar 2017

 

Dezidiert politisches Theater, das das Publikum zu eigenen Positionen herausfordert

Seit seiner Münsteraner Antrittsinszenierung von Schillers RÄUBERN hat sich Frank Behnke einem dezidiert politischen Theater verschrieben. Seine Arbeiten beziehen klar Stellung und fordern das Publikum dazu heraus, einige Positionen zu hinterfragen. Insofern war es an der Zeit, dass er sich einem der großen Polit-Stücke Brechts zuwendet. Und es passt auch zu seinem Münsteraner Stil, dass seine HEILIGE JOHANNA noch weitaus kämpferischer daherkommt als andere Interpretationen von Brechts Stück. […] In einem fast schon abstrakten roten Raum, der auf das Blut der geschlachteten Tiere wie auf die von der Staatsmacht erschossenen Streikenden verweist, der an die blutrote Geschichte der Menschheit und an das Rot der Revolution denken lässt, inszeniert Frank Behnke ein gänzlich zeitloses Lehrstück über die Mechanismen der kapitalistischen Wirtschaft. Alles ist streng choreographiert und jede Bewegung illustriert die Mechanismen eines Systems, gegen das Menschen wie Johanna nichts ausrichten können, weil es ihnen immer mehrere Schritte voraus ist. Johanna verliert, aber der Kapitalismus wird mit ihr siegen.

Sascha Westphal, kulturkenner.de, 31. Dezember 2016

 

Messerscharf und aktuell …

Zu Recht gibt es viel Beifall für ein engagiertes Team in Münsters Kleinem Haus.

Brecht ist aktuell – und wie. Das stellt Frank Behnke mit dessen HEILIGER JOHANNA DER SCHLACHTHÖFE unter Beweis. Auf Bernhard Niechotz’ knallroter Bühne wird gezeigt, wie Kapitalismus funktioniert, wie perfide durchdachte Krisenlösungsstrategien aussehen. Ilja Harjes als Fleischkönig Mauler zeigt dies mit geradezu perfider Freude, tarnt seine Pläne als Akt der Menschlichkeit. Quicklebendig springen ihm Daniel Rothaug, Jonas Riemer und Christian Bo Salle bei: mal als Verbündete, mal als Gegner.

Viel Bewegung prägt die Szene. Während vorn die Schlacht um den Fleischmarkt tobt, befinden sich im Hintergrund jene, auf deren Rücken dieser Krieg ausgetragen wird – arm, elend, hungrig, ein veritables Lumpenproletariat. Ulrike Knobloch als Frau Luckerniddle etwa, die eingefangen von einer Handkamera erschreckend authentisch verhärmt und ganz am Boden liegend daherkommt.

Behnke zeigt mit Brecht das gnadenlose Wesen des Kapitalismus messerscharf auf – besonders in den chorisch gesprochenen Passagen. Er arbeitet auch die Funktion von Religion als Betäubungsmittel heraus, deren Janusköpfigkeit in Martin Bruchmann als Heilsarmeemajor Synder aalglatt Gestalt annimmt.

Und mitten in dieser Schlangengrube die intensive Sandra Bezler als Johanna Dark. Zart und fordernd zugleich sieht sie in allen Menschen Gutes, ist deshalb zu wirklicher Parteinahme nicht fähig, vereitelt den Kampf gegen die Unterdrücker und stirbt an einer Lungenentzündung.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 2. Januar 2017

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Di, 28. März 2017
19.30 Uhr · Kleines Haus · Preise D
Großer Theaterjugendring

19.00 Einführung im Foyer Kl. Haus

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