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DAS FLIEGENDE KIND

Schauspiel von Roland Schimmelpfennig

Deutsche Erstaufführung
  • Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann
    © Ludwig Olah
  • Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann
    © Ludwig Olah
  • Carola von Seckendorff <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff
    © Ludwig Olah
  • Carola von Seckendorff, Johanna Marx, Claudia Frost <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff, Johanna Marx, Claudia Frost
    © Ludwig Olah
  • Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel, Sven Hussock <br />© Ludwig Olah
    Frank-Peter Dettmann, Mark Oliver Bögel, Sven Hussock
    © Ludwig Olah
  • Sven Hussock, Ensemble <br />© Ludwig Olah
    Sven Hussock, Ensemble
    © Ludwig Olah
  • Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Johanna Marx, Sven Hussock <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost, Mark Oliver Bögel, Johanna Marx, Sven Hussock
    © Ludwig Olah
  • Claudia Frost, Sven Hussock <br />© Ludwig Olah
    Claudia Frost, Sven Hussock
    © Ludwig Olah
  • Mark Oliver Bögel, Carola von Seckendorff, Johanna Marx, Frank-Peter Dettmann, Sven Hussock, Claudia Frost <br />© Ludwig Olah
    Mark Oliver Bögel, Carola von Seckendorff, Johanna Marx, Frank-Peter Dettmann, Sven Hussock, Claudia Frost
    © Ludwig Olah
  • Mark Oliver Bögel, Johanna Marx, Sven Hussock, Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost <br />© Ludwig Olah
    Mark Oliver Bögel, Johanna Marx, Sven Hussock, Carola von Seckendorff, Frank-Peter Dettmann, Claudia Frost
    © Ludwig Olah
  • Mark Oliver Bögel, Ensemble <br />© Ludwig Olah
    Mark Oliver Bögel, Ensemble
    © Ludwig Olah
  • Claudia Frost <br />© Ludwig Olah
    Claudia Frost
    © Ludwig Olah
  • Carola von Seckendorff, Sven Hussock <br />© Ludwig Olah
    Carola von Seckendorff, Sven Hussock
    © Ludwig Olah
  • Mark Oliver Bögel, Carola von Seckendorff <br />© Ludwig Olah
    Mark Oliver Bögel, Carola von Seckendorff
    © Ludwig Olah

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Wir leben in einer Welt, in der die Dinge aufeinander zurasen und zusammenstoßen und kaputtgehen. Was müssen wir tun. Wie sollen wir leben. | An einem klaren kalten Novembertag, bei einem Laternenumzug zu St. Martin, wird ein Kind getötet – vor den Augen und durch die Nachlässigkeit seiner Eltern. Roland Schimmelpfennig schreibt mit seinem neuesten Text, der am Theater Münster seine deutsche Erstaufführung feiert, das atemlose Requiem für dieses verunglückte Kind, vorgetragen von einem Schauspielerchor. Die sechs Figuren erinnern sich mühsam an das, was man verdrängen möchte. Sie erzählen, erspielen und beschwören das Panorama einer düsteren, fast apokalyptischen deutschen Großstadt, einem Ort auf dem schmalen Grat zwischen Himmel und Hölle. Alle Kirchturmglocken schlagen, ein unheimlicher schwarzer Wagen rast durch die Straßen, Menschen hetzen besinnungslos aneinander vorbei, Tunnelarbeiter wühlen unter der Erdoberfläche – und am Flussufer unbeschwert, traumverloren die Gruppe der Kinder mit ihren Laternen, Lieder singend. Sie sind vollkommen ungeschützt, in einer zusammenbrechenden Welt von den Erwachsenen im Stich gelassen. Wie sollen wir leben? fragt in dieser Endzeitstimmung eine brasilianische Wissenschaftlerin, die über den tropischen Regenwald forscht, eine zauberische Gegenwelt. Das fliegende Kind ist eine Nachtgeschichte, getragen von einem verzweiflungsvollen Erlösungswunsch für unsere Zeit.

Das fliegende Kind ist für den Mülheimer Dramatikerpreis Stücke 2012 nominiert.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Streng genommen ist »Das fliegende Kind« eher ein Prosa-Text als ein Theaterstück, man könnte es auch als Lesung aufführen. Regisseur Nerlich tut das jedoch nicht, sondern zaubert aus dem abstrakten Spielraum immer wieder erkennbare Szenen hervor. Der Gottesdienst, der Laternenzug, der nervöse Vater in seinem dunklen Auto: All das wird mit einfachen Requisiten wirkungsvoll dargestellt und mit Musik- und Soundeffekten wie in einem Horrorfilm unterlegt. Was in den ersten Minuten noch wie eine gekünstelte Sprach-Etüde wirkt, verwandelt sich bald in einen Thriller, in dem alles intuitiv verstehbar ist und aus dem es kein Entrinnen gibt.
Die sechs Schauspieler entwickeln in diesem Tragödienchor keine profilierten Einzel-Charaktere, sie bilden stattdessen einen Schwarm. In Carola von Seckendorffs steingewordener Verbitterung kann man etwa sehen, was aus der Mutter später wird. In Claudia Frosts Koketterie ist hingegen spürbar, wer die Mutter vor ihrer Midlife-Crisis war. Genauso lassen sich die Männer zu einem Ganzen zusammendenken.
Eine große Leistung des Ensembles und des Regisseurs, der mit fanatischer Präzision die Fäden in der Hand hält und am Ende sicher verknüpft. Viel Applaus, unbedingt anschauen.
Manuel Jennen, Münstersche Zeitung, 8. Oktober 2012

Info

Wir leben in einer Welt, in der die Dinge aufeinander zurasen und zusammenstoßen und kaputtgehen. Was müssen wir tun. Wie sollen wir leben. | An einem klaren kalten Novembertag, bei einem Laternenumzug zu St. Martin, wird ein Kind getötet – vor den Augen und durch die Nachlässigkeit seiner Eltern. Roland Schimmelpfennig schreibt mit seinem neuesten Text, der am Theater Münster seine deutsche Erstaufführung feiert, das atemlose Requiem für dieses verunglückte Kind, vorgetragen von einem Schauspielerchor. Die sechs Figuren erinnern sich mühsam an das, was man verdrängen möchte. Sie erzählen, erspielen und beschwören das Panorama einer düsteren, fast apokalyptischen deutschen Großstadt, einem Ort auf dem schmalen Grat zwischen Himmel und Hölle. Alle Kirchturmglocken schlagen, ein unheimlicher schwarzer Wagen rast durch die Straßen, Menschen hetzen besinnungslos aneinander vorbei, Tunnelarbeiter wühlen unter der Erdoberfläche – und am Flussufer unbeschwert, traumverloren die Gruppe der Kinder mit ihren Laternen, Lieder singend. Sie sind vollkommen ungeschützt, in einer zusammenbrechenden Welt von den Erwachsenen im Stich gelassen. Wie sollen wir leben? fragt in dieser Endzeitstimmung eine brasilianische Wissenschaftlerin, die über den tropischen Regenwald forscht, eine zauberische Gegenwelt. Das fliegende Kind ist eine Nachtgeschichte, getragen von einem verzweiflungsvollen Erlösungswunsch für unsere Zeit.

Das fliegende Kind ist für den Mülheimer Dramatikerpreis Stücke 2012 nominiert.

Spieldauer ca. 100 Minuten, keine Pause

 

AUS DER PRESSE:

Streng genommen ist »Das fliegende Kind« eher ein Prosa-Text als ein Theaterstück, man könnte es auch als Lesung aufführen. Regisseur Nerlich tut das jedoch nicht, sondern zaubert aus dem abstrakten Spielraum immer wieder erkennbare Szenen hervor. Der Gottesdienst, der Laternenzug, der nervöse Vater in seinem dunklen Auto: All das wird mit einfachen Requisiten wirkungsvoll dargestellt und mit Musik- und Soundeffekten wie in einem Horrorfilm unterlegt. Was in den ersten Minuten noch wie eine gekünstelte Sprach-Etüde wirkt, verwandelt sich bald in einen Thriller, in dem alles intuitiv verstehbar ist und aus dem es kein Entrinnen gibt.
Die sechs Schauspieler entwickeln in diesem Tragödienchor keine profilierten Einzel-Charaktere, sie bilden stattdessen einen Schwarm. In Carola von Seckendorffs steingewordener Verbitterung kann man etwa sehen, was aus der Mutter später wird. In Claudia Frosts Koketterie ist hingegen spürbar, wer die Mutter vor ihrer Midlife-Crisis war. Genauso lassen sich die Männer zu einem Ganzen zusammendenken.
Eine große Leistung des Ensembles und des Regisseurs, der mit fanatischer Präzision die Fäden in der Hand hält und am Ende sicher verknüpft. Viel Applaus, unbedingt anschauen.
Manuel Jennen, Münstersche Zeitung, 8. Oktober 2012

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich

Bühne & Kostüme Wolfgang Menardi

Musik Malte Preuß

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Mit Claudia Frost, Johanna Marx, Carola von Seckendorff, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Sven Hussock

Besetzung

Leitung

Inszenierung Alexander Nerlich

Bühne & Kostüme Wolfgang Menardi

Musik Malte Preuß

Dramaturgie Kathrin Mädler


Besetzung

Mit Claudia Frost, Johanna Marx, Carola von Seckendorff, Mark Oliver Bögel, Frank-Peter Dettmann, Sven Hussock



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