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COSì FAN TUTTE

Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart

in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Lisa Wedekind, Gregor Dalal <br />© Oliver Berg
    Lisa Wedekind, Gregor Dalal
    © Oliver Berg
  • Birger Radde, Lisa Wedekind, Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim <br />© Oliver Berg
    Birger Radde, Lisa Wedekind, Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim
    © Oliver Berg
  • Lisa Wedekind, Birger Radde <br />© Oliver Berg
    Lisa Wedekind, Birger Radde
    © Oliver Berg
  • Eva Bauchmüller, Lisa Wedekind <br />© Oliver Berg
    Eva Bauchmüller, Lisa Wedekind
    © Oliver Berg
  • Youn-Seong Shim, Sara Rossi Daldoss <br />© Oliver Berg
    Youn-Seong Shim, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim, Eva Bauchmüller, Birger Radde, Lisa Wedekind <br />© Oliver Berg
    Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim, Eva Bauchmüller, Birger Radde, Lisa Wedekind
    © Oliver Berg
  • Gregor Dalal <br />© Oliver Berg
    Gregor Dalal
    © Oliver Berg
  • Eva Bauchmüller, Youn-Seong Shim, Gregor Dalal, Birger Radde <br />© Oliver Berg
    Eva Bauchmüller, Youn-Seong Shim, Gregor Dalal, Birger Radde
    © Oliver Berg
  • Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim, Eva Bauchmüller <br />© Oliver Berg
    Sara Rossi Daldoss, Youn-Seong Shim, Eva Bauchmüller
    © Oliver Berg
  • Youn-Seong Shim, Lisa Wedekind, Birger Radde, Sara Rossi Daldoss <br />© Oliver Berg
    Youn-Seong Shim, Lisa Wedekind, Birger Radde, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Youn-Seong Shim, Birger Radde, Sara Rossi Daldoss <br />© Oliver Berg
    Youn-Seong Shim, Birger Radde, Sara Rossi Daldoss
    © Oliver Berg
  • Birger Radde, Youn-Seong Shim, Lisa Wedekind, Sara Rossi Daldoss, Gregor Dalal, Eva Bauchmüller <br />© Oliver Berg
    Birger Radde, Youn-Seong Shim, Lisa Wedekind, Sara Rossi Daldoss, Gregor Dalal, Eva Bauchmüller
    © Oliver Berg

So machen’s alle oder: Die Schule der Liebenden

Weitere Termine

Leider keine weiteren Termine geplant.

Die jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo streiten sich mit ihrem väterlichen Freund Don Alfonso über weibliche Treue. Beide halten ihre Bräute Dorabella und Fiordiligi für standhaft. Der illusionslose Alte aber ist überzeugt, die Schwachheit der jungen Damen beweisen zu können. Es kommt zu einer Wette. Nach deren Regeln müssen die Offiziere scheinbar in den Krieg ziehen, in Wirklichkeit aber ihre Geliebten in Verkleidung und über Kreuz mit leidenschaftlichen Liebesanträgen bestürmen. Schlussendlich sinken die Frauen ihren (falschen) Liebhabern in die Arme. Als die Intrige aufgedeckt wird, bemerkt der Don zynisch: Così fan tutte – so machen sie’s (die Weiber) alle. Die Lehre, die sein höchst gefährliches Experiment vermitteln will, lautet: Seid vernünftig und verzeiht euch.

Aber das ist nicht die Lehre, die uns Mozarts (1756–1791) Musik erteilt. Eigentlich müsste der Titel der 1790 in Wien uraufgeführten Oper Così fan tutti – So machen’s alle heißen, da der Mangel an Weibertreue noch bei weitem von dem Mangel an Männermoral übertroffen wird. Mozarts Musik tritt auf jeden Fall in Widerspruch zur Handlung. Sie enthüllt uns den Kern des zwischen Dur und Moll, Helligkeit und Dunkelheit, Heiterkeit und Ernst changierenden Spiels im Spiel: Nicht das Einfache, das die jungen Leute vor Beginn des Spiels für das ganz Selbstverständliche hielten, ist die Wahrheit des Lebens, sondern das widersprüchlich Komplexe (L. K. Gerhartz).

Aufführungsdauer ca. 190 Minuten, eine Pause

Info

Die jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo streiten sich mit ihrem väterlichen Freund Don Alfonso über weibliche Treue. Beide halten ihre Bräute Dorabella und Fiordiligi für standhaft. Der illusionslose Alte aber ist überzeugt, die Schwachheit der jungen Damen beweisen zu können. Es kommt zu einer Wette. Nach deren Regeln müssen die Offiziere scheinbar in den Krieg ziehen, in Wirklichkeit aber ihre Geliebten in Verkleidung und über Kreuz mit leidenschaftlichen Liebesanträgen bestürmen. Schlussendlich sinken die Frauen ihren (falschen) Liebhabern in die Arme. Als die Intrige aufgedeckt wird, bemerkt der Don zynisch: Così fan tutte – so machen sie’s (die Weiber) alle. Die Lehre, die sein höchst gefährliches Experiment vermitteln will, lautet: Seid vernünftig und verzeiht euch.

Aber das ist nicht die Lehre, die uns Mozarts (1756–1791) Musik erteilt. Eigentlich müsste der Titel der 1790 in Wien uraufgeführten Oper Così fan tutti – So machen’s alle heißen, da der Mangel an Weibertreue noch bei weitem von dem Mangel an Männermoral übertroffen wird. Mozarts Musik tritt auf jeden Fall in Widerspruch zur Handlung. Sie enthüllt uns den Kern des zwischen Dur und Moll, Helligkeit und Dunkelheit, Heiterkeit und Ernst changierenden Spiels im Spiel: Nicht das Einfache, das die jungen Leute vor Beginn des Spiels für das ganz Selbstverständliche hielten, ist die Wahrheit des Lebens, sondern das widersprüchlich Komplexe (L. K. Gerhartz).

Aufführungsdauer ca. 190 Minuten, eine Pause

Leitung

Musikalische Leitung Fabrizio Ventura

Inszenierung Andreas Rosar

Bühne & Kostüme Martin Warth

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Fiordiligi Sara Rossi Daldoss

Dorabella Lisa Wedekind

Guglielmo Birger Radde

Ferrando Youn-Seong Shim

Despina Eva Bauchmüller

Don Alfonso Gregor Dalal

Sinfonieorchester Münster

Besetzung

Leitung

Musikalische Leitung Fabrizio Ventura

Inszenierung Andreas Rosar

Bühne & Kostüme Martin Warth

Dramaturgie Margrit Poremba (†)


Besetzung

Fiordiligi Sara Rossi Daldoss

Dorabella Lisa Wedekind

Guglielmo Birger Radde

Ferrando Youn-Seong Shim

Despina Eva Bauchmüller

Don Alfonso Gregor Dalal

Sinfonieorchester Münster


Regisseur Andreas Rosar hat der quirligen Zofe aus Mozarts »Così fan tutte« eine Sonderrolle gegeben, und Eva Bauchmüller füllt sie mit Wonne aus. Es ist witzig, aber nicht albern, wie sich das anfängliche Disco-Mäuschen zur Bardot-Wiedergängerin entwickelt. Und weil die Sopranistin auch in den Verkleidungen als Arzt und Notar schön singen darf und keine vokalen Grimassen schneiden muss, entsteht ein stimmiges Porträt. [...]

Was Andreas Rosars Inszenierung bietet, ist ein Kaleidoskop feiner Arrangements, die mit der schiefen Symmetrie der Paare spielen, und viel Witz. Damit unterhält sie gut und breitet den Sängern einen roten Teppich aus. Auf dem bewegt sich Gregor Dalal als robust-verschmitzter alter Philosoph ebenso souverän wie Lisa Wedekind als selbstsichere Dorabella, die gemeinsam mit »Guglielmo« Birger Radde einen der schönsten Momente im zweiten Akt hat: Ihr Duett ist pure Labsal, Raddes Bariton-Schmelz schmiegt sich perfekt an den hellen Mezzo-Klang Wedekinds. »Ferrando« Youn-Seong Shim ist ein Tenor-Strahlemann, der auch über das empfindsame Legato für »Un’aura amorosa« gebietet. Und Soranistin Sara Rossi Daldoss erklimmt die gewaltigen Felsen der Fiordiligi-Partie mit großer Vorsicht – und ebensolchem Erfolg: Da fällt kein Ton aus dem Rahmen, das Liebesleid schimmert edel.

Dirigent Fabrizio Ventura ist, wenn es um Wiener Klassik geht, den Temporekorden der historisierenden Musiker auf der Spur: Im Terzettino etwa schaukeln die Wellen ganz schön flott. Im zweiten Akt gönnt er sich durchweg mehr Ruhe. Und zeigt mit dem Sinfonieorchester Münster und Daniel Klein am Hammerflügel, was an Nuancen in dieser Partitur zu entdecken ist: richtig gut.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 21. Dezember 2015

 

Das Musiktheaterensemble konnte seine ganze Stärke und Ausgeglichenheit unter Beweis stellen. Eva Bauchmüllers Despina ist unglaublich souverän; zwitschernd, dass ihnen der Kopf dröhnt, setzt sie den Damen Flausen in den Kopf. Schmeichelnd und lockend der Alfonso Gregor Dalals. Neu im Ensemble stellt Birger Radde sich als Guglielmo vor. Ein Einstand nach Maß mit wunderbarer klarer Diktion. Youn-Seong Shim hat seinen Platz längst erobert und ist als Ferrando wieder mal sehr überzeugend. Das gilt auch für die beiden Damen. Sara Rossi Daldoss gelingt ein absolut eindeutiges, klares Bekenntnis zur Tugend mit »Come scoglio«, während man Lisa Wedekinds warmem Mezzo deutlich die Flirtbereitschaft anhört.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 21. Dezember 2015

 

Passend zum weihnachtlichen Familienfest zeigt das Theater Münster eine stimmige, abwechslungsreiche Inszenierung, die sich in detaillierter Personenregie mit dem Thema auseinandersetzt. Zwei Männer verkleiden sich und prüfen die Treue ihrer jungen Verlobten. Liebe, Erotik und Lust, Partnerschaft und Treue – Themen wie diese, aber auch andere, für manch einen ganz private Versuchungen, Ängste, Ansichten und Fragen werden in diesem Dramma giocoso neu und nicht nur für die damalige Zeit ungewöhnlich offen beleuchtet. [...]

Eingefasst von einem barocken, goldenen Bilderrahmen hat Martin Warth, der auch für die anspielungsreichen Kostüme verantwortlich zeichnet, eine neutral gehaltene, erhöhte  Theaterbühne konstruiert, die sich je nach Szene in verschiedene Spielwiesen wie Schlafzimmer, Sandkasten oder Pool verwandelt. Eine Rampe vor dem Orchestergraben sorgt für weitere, spielfreudige Darbietungsmöglichkeiten. Sie wird vor allem von Eva Bauchmüller in der Rolle der spritzigen Despina genutzt, um mit  klangvollem, beweglichen Sopran und Anschauungsbeispielen aus dem Publikum für die vergnüglichen, sinnlichen Seiten der Liebe zu werben und nicht nur die Schwestern Dorabella und Fiordiligi zum Flirten zu animieren. [...]

Verstellung, Parodie, wahr und falsch. Immer wieder zeigt Rosar in detaillierter Personenregie die fließenden Grenzen auf. Lebendig und wirklichkeitsnah erklingen die Rezitative und Zwiegespräche, meisterlich unterstützt von Daniel Klein am Hammerklavier. Welch individuelles, seelisches Drama das Spiel am Ende mit sich bringen kann, wird im Fiordiligi-Rondò »Per pietà, ben mio, perdona« musikalisch anschaulich vor Augen geführt. Sara Rossi Daldoss bittet anrührend - erst im Liegen, sich dann langsam aufrichtend und im Da Capo mit zahlreichen Koloraturen bestärkt - ihren abwesenden Verlobten um Verzeihung. Passend besetzt auch die übrigen Gesangspartien. Bariton Gregor Dalal gibt den wissenden, mit Geld um sich werfenden Don Alfonso. Befremdlich und tiefgründig zugleich will Bariton Birger Radde es ihm gleichtun, wirft weiße Rosen ins Publikum, wenn er in seiner Arie «Donne mie, la fate a tanti« klangschön und kraftvoll die Frauen anklagt, statt sich mit seinem Freund Ferrando auseinanderzusetzen. Mit kopfstimmig gefärbtem Stimmklang weiß Tenor Young-Seong Shim als Ferrando die Frauen zu verführen. Ebenso überzeugt Lisa Wedekind als Dorabella. Duette, Terzette, Sextette und spritzige Rezitative – nahtlos und kontrastierend in der Tempogestaltung fließen die unterschiedlichen Nummern ineinander.

Ursula Decker-Bönniger, onlinemusikmagazin, 22. Dezember 2015

Presse

Regisseur Andreas Rosar hat der quirligen Zofe aus Mozarts »Così fan tutte« eine Sonderrolle gegeben, und Eva Bauchmüller füllt sie mit Wonne aus. Es ist witzig, aber nicht albern, wie sich das anfängliche Disco-Mäuschen zur Bardot-Wiedergängerin entwickelt. Und weil die Sopranistin auch in den Verkleidungen als Arzt und Notar schön singen darf und keine vokalen Grimassen schneiden muss, entsteht ein stimmiges Porträt. [...]

Was Andreas Rosars Inszenierung bietet, ist ein Kaleidoskop feiner Arrangements, die mit der schiefen Symmetrie der Paare spielen, und viel Witz. Damit unterhält sie gut und breitet den Sängern einen roten Teppich aus. Auf dem bewegt sich Gregor Dalal als robust-verschmitzter alter Philosoph ebenso souverän wie Lisa Wedekind als selbstsichere Dorabella, die gemeinsam mit »Guglielmo« Birger Radde einen der schönsten Momente im zweiten Akt hat: Ihr Duett ist pure Labsal, Raddes Bariton-Schmelz schmiegt sich perfekt an den hellen Mezzo-Klang Wedekinds. »Ferrando« Youn-Seong Shim ist ein Tenor-Strahlemann, der auch über das empfindsame Legato für »Un’aura amorosa« gebietet. Und Soranistin Sara Rossi Daldoss erklimmt die gewaltigen Felsen der Fiordiligi-Partie mit großer Vorsicht – und ebensolchem Erfolg: Da fällt kein Ton aus dem Rahmen, das Liebesleid schimmert edel.

Dirigent Fabrizio Ventura ist, wenn es um Wiener Klassik geht, den Temporekorden der historisierenden Musiker auf der Spur: Im Terzettino etwa schaukeln die Wellen ganz schön flott. Im zweiten Akt gönnt er sich durchweg mehr Ruhe. Und zeigt mit dem Sinfonieorchester Münster und Daniel Klein am Hammerflügel, was an Nuancen in dieser Partitur zu entdecken ist: richtig gut.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, 21. Dezember 2015

 

Das Musiktheaterensemble konnte seine ganze Stärke und Ausgeglichenheit unter Beweis stellen. Eva Bauchmüllers Despina ist unglaublich souverän; zwitschernd, dass ihnen der Kopf dröhnt, setzt sie den Damen Flausen in den Kopf. Schmeichelnd und lockend der Alfonso Gregor Dalals. Neu im Ensemble stellt Birger Radde sich als Guglielmo vor. Ein Einstand nach Maß mit wunderbarer klarer Diktion. Youn-Seong Shim hat seinen Platz längst erobert und ist als Ferrando wieder mal sehr überzeugend. Das gilt auch für die beiden Damen. Sara Rossi Daldoss gelingt ein absolut eindeutiges, klares Bekenntnis zur Tugend mit »Come scoglio«, während man Lisa Wedekinds warmem Mezzo deutlich die Flirtbereitschaft anhört.

Thomas Hilgemeier, theaterpur.net, 21. Dezember 2015

 

Passend zum weihnachtlichen Familienfest zeigt das Theater Münster eine stimmige, abwechslungsreiche Inszenierung, die sich in detaillierter Personenregie mit dem Thema auseinandersetzt. Zwei Männer verkleiden sich und prüfen die Treue ihrer jungen Verlobten. Liebe, Erotik und Lust, Partnerschaft und Treue – Themen wie diese, aber auch andere, für manch einen ganz private Versuchungen, Ängste, Ansichten und Fragen werden in diesem Dramma giocoso neu und nicht nur für die damalige Zeit ungewöhnlich offen beleuchtet. [...]

Eingefasst von einem barocken, goldenen Bilderrahmen hat Martin Warth, der auch für die anspielungsreichen Kostüme verantwortlich zeichnet, eine neutral gehaltene, erhöhte  Theaterbühne konstruiert, die sich je nach Szene in verschiedene Spielwiesen wie Schlafzimmer, Sandkasten oder Pool verwandelt. Eine Rampe vor dem Orchestergraben sorgt für weitere, spielfreudige Darbietungsmöglichkeiten. Sie wird vor allem von Eva Bauchmüller in der Rolle der spritzigen Despina genutzt, um mit  klangvollem, beweglichen Sopran und Anschauungsbeispielen aus dem Publikum für die vergnüglichen, sinnlichen Seiten der Liebe zu werben und nicht nur die Schwestern Dorabella und Fiordiligi zum Flirten zu animieren. [...]

Verstellung, Parodie, wahr und falsch. Immer wieder zeigt Rosar in detaillierter Personenregie die fließenden Grenzen auf. Lebendig und wirklichkeitsnah erklingen die Rezitative und Zwiegespräche, meisterlich unterstützt von Daniel Klein am Hammerklavier. Welch individuelles, seelisches Drama das Spiel am Ende mit sich bringen kann, wird im Fiordiligi-Rondò »Per pietà, ben mio, perdona« musikalisch anschaulich vor Augen geführt. Sara Rossi Daldoss bittet anrührend - erst im Liegen, sich dann langsam aufrichtend und im Da Capo mit zahlreichen Koloraturen bestärkt - ihren abwesenden Verlobten um Verzeihung. Passend besetzt auch die übrigen Gesangspartien. Bariton Gregor Dalal gibt den wissenden, mit Geld um sich werfenden Don Alfonso. Befremdlich und tiefgründig zugleich will Bariton Birger Radde es ihm gleichtun, wirft weiße Rosen ins Publikum, wenn er in seiner Arie «Donne mie, la fate a tanti« klangschön und kraftvoll die Frauen anklagt, statt sich mit seinem Freund Ferrando auseinanderzusetzen. Mit kopfstimmig gefärbtem Stimmklang weiß Tenor Young-Seong Shim als Ferrando die Frauen zu verführen. Ebenso überzeugt Lisa Wedekind als Dorabella. Duette, Terzette, Sextette und spritzige Rezitative – nahtlos und kontrastierend in der Tempogestaltung fließen die unterschiedlichen Nummern ineinander.

Ursula Decker-Bönniger, onlinemusikmagazin, 22. Dezember 2015


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