zum Theater-Blog zum Sinfonieorchester zum Online-Ticket-Shop
Juli 2017

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
31            

CIRC...US

Tanzabend von Hans Henning Paar mit Musik von Fanfare Ciocărlia, Jun Miyake, Amon Tobin u.a.

ab 12 Jahren
Uraufführung
  • Mirko De Campi, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore <br />© Oliver Berg
    Mirko De Campi, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Jason Franklin <br />© Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Anna Caviezel, Adrián Plá Cerdán <br />© Oliver Berg
    Anna Caviezel, Adrián Plá Cerdán
    © Oliver Berg
  • Kana Mabuchi, Melanie López López <br />© Oliver Berg
    Kana Mabuchi, Melanie López López
    © Oliver Berg
  • Kana Mabuchi, Ensemble <br />© Oliver Berg
    Kana Mabuchi, Ensemble
    © Oliver Berg
  • Ako Nakanome <br />© Oliver Berg
    Ako Nakanome
    © Oliver Berg
  • Keelan Whitmore, Ako Nakanome <br />© Oliver Berg
    Keelan Whitmore, Ako Nakanome
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez <br />© Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez
    © Oliver Berg
  • Elizabeth Towles, Jason Franklin <br />© Oliver Berg
    Elizabeth Towles, Jason Franklin
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Anna Caviezel, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore <br />© Oliver Berg
    Anna Caviezel, Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore
    © Oliver Berg
  • Tri Thanh Pham, Alessio Sanna <br />© Oliver Berg
    Tri Thanh Pham, Alessio Sanna
    © Oliver Berg
  • Ensemble <br />© Oliver Berg
    Ensemble
    © Oliver Berg
  • Maria Bayarri Pérez, Adrián Plá Cerdán <br />© Oliver Berg
    Maria Bayarri Pérez, Adrián Plá Cerdán
    © Oliver Berg

Manege frei für die Fantasie!

Weitere Termine

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

Der Zirkus bedient die Sehnsucht der Menschen nach einer Fantasiewelt, nach allem Unbekannten und Spannenden. Seit Jahrhunderten ziehen Schausteller, Artisten und Tiere von Ort zu Ort und sorgen mit ihren physischen Fähigkeiten, atemberaubenden Kunststücken – und früher auch mit bizarren Wundergestalten – für Unterhaltung. Die Zuschauer erwartet ein Spektakel, das alle Sinne anspricht und gleichzeitig zum Lachen, Weinen, Träumen und Fürchten einlädt.

Die Zirkuskünstler leben für den kurzen Moment im Scheinwerferlicht, den Auftritt in der Manege. Mit ihren teils lebensgefährlichen Kunststücken gehen sie auch immer ein großes Risiko ein. Was sie machen, ist im Grunde kein Beruf – es ist eine Lebensweise, eine Religion, eine Kultur und oft das einzige Leben, das sie kennen. Der Zirkus ist eine Welt für sich, mit eigenen Traditionen, Prinzipien und Gesetzen. Ein Ort, wo Fremdartigkeit  nicht gemieden, sondern das Anderssein ausgestellt und gefeiert wird.

Inspiriert von der Geschichte des Zirkus’ zeigt Hans Henning Paar einen Mikrokosmos der Gesellschaft, in dem liebenswerte skurrile Charaktere, tierische Menschen und menschliche Tiere aufeinandertreffen. Surreale Momente von poetischer Melancholie wechseln mit grotesken Bildern und irrwitzigen Szenen – eine Kuriositätenschau des alltäglichen Wahnsinns.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

Info

Der Zirkus bedient die Sehnsucht der Menschen nach einer Fantasiewelt, nach allem Unbekannten und Spannenden. Seit Jahrhunderten ziehen Schausteller, Artisten und Tiere von Ort zu Ort und sorgen mit ihren physischen Fähigkeiten, atemberaubenden Kunststücken – und früher auch mit bizarren Wundergestalten – für Unterhaltung. Die Zuschauer erwartet ein Spektakel, das alle Sinne anspricht und gleichzeitig zum Lachen, Weinen, Träumen und Fürchten einlädt.

Die Zirkuskünstler leben für den kurzen Moment im Scheinwerferlicht, den Auftritt in der Manege. Mit ihren teils lebensgefährlichen Kunststücken gehen sie auch immer ein großes Risiko ein. Was sie machen, ist im Grunde kein Beruf – es ist eine Lebensweise, eine Religion, eine Kultur und oft das einzige Leben, das sie kennen. Der Zirkus ist eine Welt für sich, mit eigenen Traditionen, Prinzipien und Gesetzen. Ein Ort, wo Fremdartigkeit  nicht gemieden, sondern das Anderssein ausgestellt und gefeiert wird.

Inspiriert von der Geschichte des Zirkus’ zeigt Hans Henning Paar einen Mikrokosmos der Gesellschaft, in dem liebenswerte skurrile Charaktere, tierische Menschen und menschliche Tiere aufeinandertreffen. Surreale Momente von poetischer Melancholie wechseln mit grotesken Bildern und irrwitzigen Szenen – eine Kuriositätenschau des alltäglichen Wahnsinns.

Aufführungsdauer ca. 75 Minuten, keine Pause

»Wir sind alle ungefragt in die Arena dieses Zirkus namens Leben geworfen worden ... und versuchen, unsere bestmögliche Vorstellung zu geben.« So blumig kann nur ein Theatervollblut wie Operntenor Rolando Villazon menschliche Existenz definieren. Münsters Tanztheaterchef Hans Henning Paar greift die These auf für seine hinreißende kleine Zirkus-Show mit 12 Clowns.

Das Publikum sitzt im Rund um die rot ausgekleidete Manege, unter der es sich schon vor Beginn wölbt und regt. Kaum ist das Licht im Raum verlöscht, zieht ein Loch in der Arena das Tuch in die Versenkung. Ein Dutzend Clowns erwacht bei flotten, motorisch rhythmischen Zirkusklängen der Band Fanfare Ciocărlia zu mimisch grandios untermalten Marionettentänzen. Lachen und Weinen, Fragen und Staunen zaubern die Körperkünstler zu den bizarren Bewegungen auf ihre Gesichter. Individualität ist Trumpf. Soli und Duette skizzieren Gedanken, Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen. Zirzensische Kunststücke nehmen den philosophischen Gedankenspielen die Schwere.

[...] Raffinierte Ästhetik entsteht in androgynen Szenen - besonders gelungen in dem Frauenduett mit Kana Mabuchi und Melanie López López oder bei den Männern Tri Thanh Pham und Alessio Sanna. Zu den Highlights zählen auch ein langes Solo von Ako Nakanome als Conchita-Mother Goose, unter deren Krinoline keelan Whitmore nach witzigen, beeindruckenden Hebeaktionen hervorkrabbelt. Poesie blitzt immer wieder auf – insbesondere in einer Nummer der zierlichen Maria Bayarri Pérez mit neun glasklaren Luftballons.

[...] Paars CIRC... US kitzelt das Beste aus allen individuellen Talenten seiner Ensemblemitglieder und begeisterte das Premierenpublikum mit diesem unterhaltsamen, originellen Beitrag zum allgegenwärtigen Favoriten aller Bühnen-Artisten und -Entertainer.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 6. Mai 2017

 

Das Ensemble in seinen phantasievoll verschiedenartig schwarz-weiß gemusterten Kostümen (Bühne und Kostüme: Hans Henning Paar und Bernhard Niechotz) zeigt zur fetzigen Musik der rumänischen Brass-Band Fanfare Ciocǎrlia facettenreich eine chaotische Gesellschaft. Zarten Szenen von inniger Zweier-Beziehung stehen Ensembles von grotesker körperlicher Verdrehtheit und ruckartigen Marionetten-Bewegungen gegenüber. Es wird schrill geschrien, und Grimmassen grinsen ins Publikum.

Im rasenden Bewegungsfluss halten immer einzelne Szenen inne. Bizarr streitet sich ein clowneskes Paar  in athletischer Körperlichkeit, aber sieghaft ist nicht der Einsatz von Kraft, sondern strategische Heulerei. Und wenn Ako Nakonome im blauen Bühnennebel unter einer Kopfmaske mit vier Gesichtern tanzt, bleibt stets verblüffend unklar, ob sie sich gerade nach vorn oder nach hinten oder gar zur Seite beugt; sie ist faszinierend die personifizierte Uneindeutigkeit..

Die Szenen von CIRC...US haben eine Tendenz zum Schrecklichen. Unter der Hand wird aus einem fröhlichen Paar-Tanz ein gespenstischer Totentanz Vereinzelter, und ein vertierter Mob zerstört böswillig das Schöne. Da erscheint Maria Bayarri Pérez mit gasgefüllten Ballons an ihren Gliedmaßen wie ganz schwerelos; die Herzen fliegen ihr zu, fast erwartet man, dass sie langsam zur Saaldecke hinaufschwebt, wenn sie nur noch die Zehenspitzen eines Fußes am Boden halten. Doch unter affenartigem Gelächter und primitiven Machtgebärden lässt ein fünfköpfiger Mob einen Luftballon nach dem anderen platzen, und die mühsam fortkriechende Pérez wird brutal zu Tode getreten.

Nach dem heiteren Zirkus-Empfang macht Paar in der szenischen Abfolge bewegend deutlich, dass sich unsere Gesellschaft vom Chaotischen zum Negativen, Brutalen und Hässlichen, letztlich Unmenschlichen hin verändert. Nach 75 spannenden Minuten pausenlosen, ausdrucksstarken Tanzes  lang anhaltender, begeisterter Applaus des Premierenpublikums für das beeindruckende Ensemble und das Regieteam.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 8. Mai 2017

 

Weite, ausgreifende Bewegungen bestimmen das Bild, dazwischen Anklänge ans Artistische, groteske Gangarten, Clownereien und später sogar eine Art Polonaise. Über mangelnde Abwechslung kann man sich nicht beklagen bei Hans Henning Paars Choreografie CIRC...US, die er zusammen mit dem Ensemble erarbeitet und am Donnerstag im Kleinen Haus zur Uraufführung gebracht hat. Es gibt effektvolle Szenen und Tempowechsel am laufenden Band. [...] Zirkus hat bei Paar viele Gesichter. Deren Umsetzung kann wunderbar leicht sein, wie bei der Tänzerin, die mit Luftballons an den Gliedern förmlich hereingeschwebt kommt. Oder böswillig gemein, wenn grässliche Kobolde auftauchen und einen Ballon nach dem anderen platzen lassen, bis die Tänzerin schlaff zu Boden sinkt. Komischerweise sind alle Bilder irgendwie schön, auch die hässlichen. Ästhetik ist etwas, auf das die Inszenierung großen Wert legt. Das gilt sogar für das Kuriositätenkabarett.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 6. Mai 2017

Presse

»Wir sind alle ungefragt in die Arena dieses Zirkus namens Leben geworfen worden ... und versuchen, unsere bestmögliche Vorstellung zu geben.« So blumig kann nur ein Theatervollblut wie Operntenor Rolando Villazon menschliche Existenz definieren. Münsters Tanztheaterchef Hans Henning Paar greift die These auf für seine hinreißende kleine Zirkus-Show mit 12 Clowns.

Das Publikum sitzt im Rund um die rot ausgekleidete Manege, unter der es sich schon vor Beginn wölbt und regt. Kaum ist das Licht im Raum verlöscht, zieht ein Loch in der Arena das Tuch in die Versenkung. Ein Dutzend Clowns erwacht bei flotten, motorisch rhythmischen Zirkusklängen der Band Fanfare Ciocărlia zu mimisch grandios untermalten Marionettentänzen. Lachen und Weinen, Fragen und Staunen zaubern die Körperkünstler zu den bizarren Bewegungen auf ihre Gesichter. Individualität ist Trumpf. Soli und Duette skizzieren Gedanken, Gefühle und zwischenmenschliche Beziehungen. Zirzensische Kunststücke nehmen den philosophischen Gedankenspielen die Schwere.

[...] Raffinierte Ästhetik entsteht in androgynen Szenen - besonders gelungen in dem Frauenduett mit Kana Mabuchi und Melanie López López oder bei den Männern Tri Thanh Pham und Alessio Sanna. Zu den Highlights zählen auch ein langes Solo von Ako Nakanome als Conchita-Mother Goose, unter deren Krinoline keelan Whitmore nach witzigen, beeindruckenden Hebeaktionen hervorkrabbelt. Poesie blitzt immer wieder auf – insbesondere in einer Nummer der zierlichen Maria Bayarri Pérez mit neun glasklaren Luftballons.

[...] Paars CIRC... US kitzelt das Beste aus allen individuellen Talenten seiner Ensemblemitglieder und begeisterte das Premierenpublikum mit diesem unterhaltsamen, originellen Beitrag zum allgegenwärtigen Favoriten aller Bühnen-Artisten und -Entertainer.

Marieluise Jeitschko, tanznetz.de, 6. Mai 2017

 

Das Ensemble in seinen phantasievoll verschiedenartig schwarz-weiß gemusterten Kostümen (Bühne und Kostüme: Hans Henning Paar und Bernhard Niechotz) zeigt zur fetzigen Musik der rumänischen Brass-Band Fanfare Ciocǎrlia facettenreich eine chaotische Gesellschaft. Zarten Szenen von inniger Zweier-Beziehung stehen Ensembles von grotesker körperlicher Verdrehtheit und ruckartigen Marionetten-Bewegungen gegenüber. Es wird schrill geschrien, und Grimmassen grinsen ins Publikum.

Im rasenden Bewegungsfluss halten immer einzelne Szenen inne. Bizarr streitet sich ein clowneskes Paar  in athletischer Körperlichkeit, aber sieghaft ist nicht der Einsatz von Kraft, sondern strategische Heulerei. Und wenn Ako Nakonome im blauen Bühnennebel unter einer Kopfmaske mit vier Gesichtern tanzt, bleibt stets verblüffend unklar, ob sie sich gerade nach vorn oder nach hinten oder gar zur Seite beugt; sie ist faszinierend die personifizierte Uneindeutigkeit..

Die Szenen von CIRC...US haben eine Tendenz zum Schrecklichen. Unter der Hand wird aus einem fröhlichen Paar-Tanz ein gespenstischer Totentanz Vereinzelter, und ein vertierter Mob zerstört böswillig das Schöne. Da erscheint Maria Bayarri Pérez mit gasgefüllten Ballons an ihren Gliedmaßen wie ganz schwerelos; die Herzen fliegen ihr zu, fast erwartet man, dass sie langsam zur Saaldecke hinaufschwebt, wenn sie nur noch die Zehenspitzen eines Fußes am Boden halten. Doch unter affenartigem Gelächter und primitiven Machtgebärden lässt ein fünfköpfiger Mob einen Luftballon nach dem anderen platzen, und die mühsam fortkriechende Pérez wird brutal zu Tode getreten.

Nach dem heiteren Zirkus-Empfang macht Paar in der szenischen Abfolge bewegend deutlich, dass sich unsere Gesellschaft vom Chaotischen zum Negativen, Brutalen und Hässlichen, letztlich Unmenschlichen hin verändert. Nach 75 spannenden Minuten pausenlosen, ausdrucksstarken Tanzes  lang anhaltender, begeisterter Applaus des Premierenpublikums für das beeindruckende Ensemble und das Regieteam.

Hanns Butterhof, Recklinghäuser Zeitung, 8. Mai 2017

 

Weite, ausgreifende Bewegungen bestimmen das Bild, dazwischen Anklänge ans Artistische, groteske Gangarten, Clownereien und später sogar eine Art Polonaise. Über mangelnde Abwechslung kann man sich nicht beklagen bei Hans Henning Paars Choreografie CIRC...US, die er zusammen mit dem Ensemble erarbeitet und am Donnerstag im Kleinen Haus zur Uraufführung gebracht hat. Es gibt effektvolle Szenen und Tempowechsel am laufenden Band. [...] Zirkus hat bei Paar viele Gesichter. Deren Umsetzung kann wunderbar leicht sein, wie bei der Tänzerin, die mit Luftballons an den Gliedern förmlich hereingeschwebt kommt. Oder böswillig gemein, wenn grässliche Kobolde auftauchen und einen Ballon nach dem anderen platzen lassen, bis die Tänzerin schlaff zu Boden sinkt. Komischerweise sind alle Bilder irgendwie schön, auch die hässlichen. Ästhetik ist etwas, auf das die Inszenierung großen Wert legt. Das gilt sogar für das Kuriositätenkabarett.

Helmut Jasny, Westfälische Nachrichten, 6. Mai 2017

Video

nach oben

Weitere Termine sind in Planung und werden demnächst veröffentlicht.

nach oben